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[Bluray/DVD] Zuletzt gesehen.... (Filme)

Begonnen von Galiban Uthmatar, 08. September 2009, 09:49:10

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Besserwisserboy

Da sieht man mal wieder wie unterschiedliche Filmstile manche Regisseure in verschiedenen Filmen verwenden, nicht nur Gillermo del Torro in Pacific Rim im krassen Gegensatz zu seinen anderen Filmen.

Ich hatte The Grey mal angefangen zu gucken, musste dann aber abbrechen. Vielleicht sollte ich ihn zu Ende anschauen, scheint ja recht gut zu sein!
Ich bin nur durch einen Tippfehler hier, eigentlich wollte ich aufs Reifenklauen-Forum...
Wer hat meinem Goldfisch das Töten beigebracht???

Greifenklaue

Attack the Block

Ein Alien rauscht bei einem Raubüberfall in das danebenstehende Auto und wird prompt von der Gang gekillt. Während die noch überlegen, wie sie das zu Geld machen, "regnet es Gollums", wie eins der Gangmitglieder so schön bemerkt. Also aufmunitioniert und raus in den Park. Dummerweise ist das aber eine etwas gefährlichere Alienrasse und so entbrennt ein erbitterter Kampf.



Der Film ist so voll von kuriosen Szenen und Nerdsprüchen und Humor, man kann gar nicht über alles lachen. Herrlich schräg!

-> http://de.wikipedia.org/wiki/Attack_the_Block

Trailer

4 von 5 mit fremdstoffen befüllte Wasserkanonen
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

fnord

Zitat von: fnord am 05. Juli 2013, 18:31:48
Zitat von: Argamae am 05. Juli 2013, 16:22:47
Zitat von: fnord am 05. Juli 2013, 16:14:23
äh, ..... ??? WO bin ich?

HIER hast Du schon zuvor eine Meinung zu "Attack the Bloc" abgegeben. Besserwisserboy wollte Dich auf den doppelten Eintrag nur hinweisen.

Den habe ich  neulich auch gesehen, wirklich ein kurzweiliger Film. Aliens landen in einem sozialen Brennpunkt von Südlondon. und..., ich... glaube irgendwer hat darüber schon mal was geschrieben...


Klingt Cool der Film, ich werde mal ansehen......
..... und wieder nur ein Gehirn für alle!
Darin liegt Romeros subversives Genie, dem Publikum zu geben, wonach es sich sehnt – und dann noch eine Menge Zeug dazu, was man nie haben wollte.

Argamae

#663
GAMER



Das sich mit einer doch recht interessanten Grundidee noch lange nicht automatisch ein guter Film machen läßt, beweist GAMER sehr anschaulich. Der in seinen Actionszenen sehr hektisch und augennervreizend geschnittene Film erzählt die Geschichte von Kable (Gerard Butler), einem sogenannten "Slayer" in einer Art Videospiel, daß anstatt mit Polygon-Figuren mit echten Menschen gespielt wird. Schwerverbrecher, die zum Tode verurteilt wurden, können sich in der Show SLAYERS ihre Freiheit verdienen, wenn sie eine gesetzte Anzahl an Kämpfen überstehen, in denen sie sich von einem "Player" fernsteuern lassen. Dies geschieht mittels ihres durch Nano-Sonden umgebauten Gehirns, daß nun Befehle von anderen empfangen kann. Kable ist der aktuelle Shooting-Star (pun intended) dieser bizarren Unterhaltungsform, wird von einem 17jährigen "rich kid" gesteuert und steht kurz davor, den letzten Savepoint des letzten Kampfes zu erreichen - womit er seine Freiheit verdient hätte. Der Erfinder dieser Technologie ist ein ultrareicher Visionär, gespielt von Michael C. Hall ("Dexter"), der ein besonderes Interesse daran hat, Kable in den Spielen zu behalten. Es schaltet sich jedoch das Untergrundnetzwerk HUMANZ dazwischen und versucht, Kable auf ihre Seite zu ziehen...

Filme mit der Thematik, was Realität und was Einbildung ist, gibt es viele. GAMER surft auf diesem Genre, durchdringt es jedoch nicht wirklich und nutzt es eher als Verankerungspunkt für jede Menge CGI-Effekte und mit Lichtreflexen sowie nervösen Kameraschwenks inszenierte Kampfszenen, die durchaus an Multiplayer-Shooter wie "Battlefield" oder "Counterstrike" erinnern. Die beiden Hauptdarsteller sind hier auch hoffnungslos unterfordert, bemühen sich jedoch, gegen das recht uninspirierte Drehbuch anzuspielen. Die grundlegende Idee und die im Film erklärte (fiktive) Technologie klingen durchaus spannend und bieten Potenzial - das dann jedoch lediglich für eine recht vorhersehbare Effekte-Hatz verbraten wird. Dabei blitzen hier und da wirklich abartig böse Zukunftsvisionen auf, insbesondere in der Nebenwelt des Online-Spiels "Society", in der sich geringere Straftäter sowie verzweifelte oder mittellose Menschen als "steuerbare Schauspieler" verdingen können. Sie werden dann von anderen Menschen, die dafür bezahlen, gelenkt und müssen deren Spielentscheidungen (sprich: Willen) erfüllen. Klasse Idee und furchtbar krass und grell umgesetzt - doch letztlich ist das nur die Kulisse für die Fährnisse von Kables Frau, die dort arbeitet und natürlich von einem schwer übergewichtigen, schwitzenden und widerwärtig dargestellten Player gesteuert wird, um dessen Sexphantasien zu befriedigen. Ein ödes und plakatives Klischee.

Unterm Strich ein zwar kurzweiliger, aber ultimativ wenig befriedigender, da zu oberflächlicher Actioner, dessen extrem gescriptetes Ende der sehr spannenden Prämisse den Todesstoß versetzt. Kann man sich mal ansehen, muß man aber nicht.

Edit - Zusatzinfo: die normale deutsche FSK18-Version ist geschnitten.
In Memoriam Gary Gygax (1938-2008), Dave Arneson (1947-2009), Joe Dever (1956-2016), Greg Stafford (1948-2018), Terry K. Amthor (1958-2021) und Ingo Schulze (1977-2021)
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Greifenklaue

Ja, dem Fazit würde ich mich anschließen!
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

wuerfelheld

DIE HÜTER DES LICHTS

Das epische Abenteuer DIE HÜTER DES LICHTS erzählt die Geschichte von fünf Helden der Kindheit, von denen jeder über einzigartige Fähigkeiten verfügt. Als ihnen ein böser Geist namens Pitch den Fehdehandschuh vor die Füße wirft und die Welt in ewige Dunkelheit tauchen will, müssen sich die Hüter des Lichts verbünden und mit vereinten Kräften die Hoffnung, den Glauben und die Fantasie der Kinder auf der ganzen Welt schützen.

Derzeit für knappe 8 Euro als BluRay zu bekommen!

Einfach ein genialer animierter Märchenfilm mit tattovuerten Weihnachtsmann und Keule-Osterhase!

5 von 5 Weihnachtssternchen

Mono

Bloodsport aus der hollywood Action reihe .
Machtiger Bruce Lee Schutzheiliger der Selbstverteidigung
Bete für uns!!

Argamae

#667
SUPERMAN RETURNS



Im Zuge meiner "Ich hab jetzt 'nen Bluray-Player und will Filme!"-Phase stolperte ich günstig über SUPERMAN RETURNS von Regisseur Bryan Singer ("Die üblichen Verdächtigen", "X-Men"). Da ich das hehre Ziel habe, mir alle Superheldenverfilmungen in meine Filmothek zu stellen, schlug ich gleich zu. Gestern dann habe ich ihn mir angeschaut.

Nun. Der Film ist so "superman-ish" wie nur möglich - was soviel heißen soll wie: wer diesen Helden noch nie mochte, wird ihn auch nach diesem Film nicht mögen.
Aber ist er schlecht? - Nein!
Dann ist er also gut? - Hm, nein.
Ja, aber was denn nu? - Naja, es ist... Superman!

Und Superman hat nun mal mit seinem eigenen Markennamen zu kämpfen. Er ist kein sonderlich vielschichtiger Charakter, um es vorsichtig zu formulieren. Er ist sogar ziemlich langweilig. Als Säugling von seiner sterbenden Heimatwelt Krypton aus auf die Reise geschickt, erreicht er den Planeten Erde irgendwo im mittleren Westen und wird dort von einfachen, aber herzensguten Farmern großgezogen. Er entdeckt menschliche Gefühle, kämpft mit seiner Verantwortung und ist einfach nicht totzukriegen. Fortan wird er dann zum Retter der Menschheit und tut überall Gutes. Da ist wahrlich nicht viel Potenzial für eine facetten- und wandlungsreiche Charaktermodellierung.

*Leichte Spoiler*
Bryan Singers Verfilmung folgt exakt diesem Muster. Er bemüht sich auch kaum, der Heldenstory neue Aspekte abzugewinnen. Zwar kehrt Superman nach langer Reise zum zerstörten Planeten Krypton auf die Erde zurück (daher der Titel des Films!) und Lois Lane hat zwischenzeitlich ein Kind sowie einen neuen Verlobten, doch übt sich der Film im ständigen Schulterschluß mit den ursprünglichen Verfilmungen mit Christopher Reeve und Marlon Brando. Das ganze Set erinnert ein wenig an klassische Hollywood-Bauten aus den 40ern und 50ern, was durchaus charmant ist. Superman selbst wirkt trotz des junggesichtigen Darstellers Brandon Routh sehr "alt" und besonnen, was zwar passend ist, ihn aber leider auch sehr distanziert und uninteressant macht. Während er in Teilen des Films über seine verlorene Liebe zu Lois Lane (gut gespielt von der sehr attraktiven Kate Bosworth) sinniert, bekommt er sogar etwas melancholisches. Als Clark Kent ist er noch unauffälliger und langweiliger.
Aber wo Superman wie eine zeitlose Marmorstatue den Film trotz Hypergeschwindigkeit in spürbarer Langsamkeit verankert, heckt Kevin Spacey als Lex Luthor einen neuen Superschurkenplan aus und bildet damit den Gegenpol als Quelle von Chaos, Dynamik und Agilität. Der bedient sich nämlich in der Festung der Einsamkeit der Kristalle aus Supermans Familiencomputer und jagt den Fundstücken vom Planeten Krypton hinterher, um sich gegen den Mann aus Stahl mit der einzigen Waffe zu wappnen, die diesem etwas anhaben kann.
Zwischen Lex' Eskapaden und dem verkrampften Wiedersehen zwischen Lois und Clark bemüht sich der Film, längere Dialog- und Charakterszenen mit spektakulärer Action aufzulockern - was hin und wieder vielleicht nicht so gut gelingt, wie ich es mir gewünscht hätte. Es fehlt dem Film so ein Quäntchen jener Dynamik, die viele andere Superheldenfilme der jüngeren Zeit aufweisen. Aber ich will an dieser Stelle eine Lanze brechen für Superman, denn andere Superheldenfilme haben i.d.R. viele verschiedene Helden, Schurken und Blickwinkel, während es bei Superman eigentlich nur Superman gibt - und Lex Luthor. Diese kann man einfach nicht ständig in aufwändigen Materialschlachten gegeneinander antreten lassen, denn Lex ist nunmal "nur" ein Mensch. Und Superman einfach zu mächtig.
Da aber Superman fast unzerstörbar ist, bleibt eben auch ein gut Teil Spannung auf der Strecke, da man ja schon ahnt, wie die meisten Szenen ausgehen. Auch einige Logiklöcher klaffen. Erst als Lex Luthor den Mann aus Stahl dann mit Kryptonit lahm legen kann, wird eine gewisse Dramatik erzeugt. Die Szene, in der Superman brutal zusammengeschlagen wird, wirkt als Kontrast zu der relativen Übermächtigkeit des Helden umso fieser und unangenehmer. Kevin Spacey spielt Lex Luthor routiniert gut, wobei er sowie das Drehbuch der Rolle gar kommödiantische Züge verleihen.

In Ermangelung weiterer "echter" Superschurken müssen eben viel mehr normale Charaktere in die Handlung einbezogen werden. Und das macht Singer in Form von Lois Lane, Richard White (ihr Verlobter und Sohn vom Daily-Planet-Boss) sowie deren gemeinsamen Sohn Jason. Die sehr sanft durchklingende, emotionale Verwirrung von Lois (die durch Supermans Wiederauftauchen mit ihrer Liebe zu Richard hadert) sorgt für einige romantische Szenen im Film, die ihrerseits Reminiszenzen an ähnliche Szenen aus den früheren Verfilmungen sind.

Aber ich schreibe schon wieder viel zu viel, daher bringe ich es mal auf den Punkt: SUPERMAN RETURNS bietet für den Effekte-Freund durchaus hochwertige Szenen. Bereits die Flugzeug-Rettung zu Beginn des Films ist für meinen Geschmack äußerst sehenswert. Auch spätere Actionszenen sind von guter Qualität, handwerklich einwandfrei und großartig inszeniert. Doch ultimativ bleibt der Film den klassischen Erzählstrukturen der frühen Superman-Comics verhaftet und die ruhige, ausladende Inszenierung erinnert häufig an die Klassiker aus Hollywoods goldener Ära. Wer das - und vor allem Superman - mag, wird durch Bryan Singers Version vermutlich zufrieden gestellt. Der große Wurf und ein Neustart dieses Superhelden ist ihm allerdings mißlungen.

Ich bin kein Fan von Superman. Aber ich fühlte mich am Ende doch ordentlich unterhalten.


Edit - Textklarifizierungen
In Memoriam Gary Gygax (1938-2008), Dave Arneson (1947-2009), Joe Dever (1956-2016), Greg Stafford (1948-2018), Terry K. Amthor (1958-2021) und Ingo Schulze (1977-2021)
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Greifenklaue

Ödipussi

Loriot-Klassiker und auch heute noch extrem spaßig, auch wenn viele der dort veralberten gesellschaftlichen Konventionen nicht mehr gelten.

4,5 von 5 Polsterstühlen.
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

Argamae

Zitat von: Greifenklaue am 10. November 2013, 16:13:03
Ödipussi - Loriot-Klassiker und auch heute noch extrem spaßig, auch wenn viele der dort veralberten gesellschaftlichen Konventionen nicht mehr gelten.

Ich sehe nicht, daß die dort dargestellte Spießbürgergesellschaft keine Geltung mehr hat. Das allermeiste ist ziemlich zeitlos.
In Memoriam Gary Gygax (1938-2008), Dave Arneson (1947-2009), Joe Dever (1956-2016), Greg Stafford (1948-2018), Terry K. Amthor (1958-2021) und Ingo Schulze (1977-2021)
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Greifenklaue

Konventionen wie "Männer tragen in der Öffentlichkeit einen Hut" haben sich überlebt.

Sicherlich ist der Film trotzdem zeitlos.
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
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Argamae

#671
THE REAPING - Die Boten der Apokalypse



Mystery-Okkult-Thriller mit Hilary Swank.
Die Hauptdarstellerin ist für mich ein Alleinstellungsmerkmal, anhand dessen ich mich entscheide, einen Film zu schauen oder nicht. Sprich: ich bin ein Fan von ihr. Der von Mittelklasse-Regisseur Stephen Hopkins inszenierte Thriller wird denn auch vornehmlich durch Frau Swank getragen, denn die grundlegende Story mit ihren durchaus nicht uninteressanten Wendungen und Überraschungen ist ein durch viele Vorlagen inspirierter Genre-Mix, der am Ende nichts neues erzählt. Aber in der Summe doch funktioniert - zumindest für mich.

Zum Inhalt (nahezu spoilerfrei): Katherine Winter ist Wissenschaftlerin, die insbesondere angeblich göttliche Wunder untersucht und dann auch als rein physikalische Phänomene entlarvt. Ihre Vorgeschichte als Missionarin im Sudan kommt ihr dabei nicht ungelegen. Doch dann wird sie in ein verschlafenes Nest im us-amerikanischen Süden gerufen, in dem sich Berichten zufolge die sieben Zeichen der biblischen Apokalypse ereignen. Tatsächlich stößt sie auf eine Reihe ziemlich bizarrer Vorkommnisse, die sich nach und nach ihren zunächst geäußerten Erklärungsversuchen entziehen. Als sie dann auch noch von ihrem ehemaligen Freund und Mentor, einem Priester, angerufen und mit seltsamen Warnungen konfrontiert wird, fängt sie langsam an, nicht nur an ihrer Wahrnehmung sondern auch an ihrem Verstand zu zweifeln. Die Zeichen deuten auf ein verwildertes 12jähriges Mädchen, das ursächlich für die Vorkommnisse verantwortlich scheint. In der Luft liegt ein Hauch von Angst und Lynchjustiz, während Katherine und ihre Begleiter versuchen, das Mädchen zu finden und die Wahrheit herauszufinden...

Soweit der Inhalt. Inszenatorisch hat der Film durchaus unheimliche Momente und gelungene Bilder zu bieten, doch meist ist er wohlwollend als "routiniert" zu bezeichnen. Die tricktechnische Seite ist leider ebenso Genre-Standard, wobei einige CGI-Effekte wirklich schlecht aussehen (kranke Kühe), andere hingegen verdammt gut geworden sind (Heuschrecken) und gegen Ende schlichtweg viel zu viele davon aufgefahren werden. Schauspielerisch ist Hilary Swank zwar nicht großartig gefordert, doch sie spielt ihre Rolle glaubwürdig und gut, man sympathisiert mit ihr. Neben ihr ist insbesondere Anna Sophia Robb als verstörte, 12jährige Loren eines der Highlights in diesem Okkultspuk, denn obzwar sie kaum Text hat, schafft sie es, eine beeindruckende Leinwandpräsenz zu erreichen. Die männlichen Nebenrollen werden ordentlich abgeleistet, ragen aber nicht hervor.
Um zu beschreiben, was mich ultimativ an diesem Bibel-Horror fesseln konnte, müßte ich spoilern. Und damit den Filmgenuß für jene verderben, die vielleicht Interesse an dem Stoff haben. Daher belasse ich es beim eingangs Geschriebenen: aus der Summe seiner Genre-Versatzstücke macht der Film eine interessante und durchaus wendungsreiche Omen-Jagd, deren ultimatives Ende allerdings nicht die Wucht aufbauen kann, die es vermutlich beabsichtigt hat.

Dennoch eine mehr als ordentliche Unterhaltung und für Genre-Freunde zu empfehlen. Die Verrisse, die der Streifen teilweise erdulden mußte, kann ich in ihrer Strenge wahrlich nicht nachvollziehen.
In Memoriam Gary Gygax (1938-2008), Dave Arneson (1947-2009), Joe Dever (1956-2016), Greg Stafford (1948-2018), Terry K. Amthor (1958-2021) und Ingo Schulze (1977-2021)
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Greifenklaue

Die Tribute von Panem I: The Hunger Games

Beim zweiten Mal einige Längen, trotzdem ein frisches Setting und gerade der Kampf am Ende, also die eigentlichen Hunger Games, machen Spaß!

4,5 von 5 Tributen
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

wuerfelheld

Zitat von: Greifenklaue am 11. November 2013, 00:26:44
Die Tribute von Panem I: The Hunger Games

Beim zweiten Mal einige Längen, trotzdem ein frisches Setting und gerade der Kampf am Ende, also die eigentlichen Hunger Games, machen Spaß!

4,5 von 5 Tributen
schließ ich mich an. Wobei die Hörbücher besser sind :-)

Argamae

Zwei weitere Blurays geguckt.
COLD PREY und DIE REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE.



Diesmal fasse ich mich kurz. COLD PREY ist ein norwegischer Slasher, der handwerklich gut gemacht ist und leidlich spannend unterhält. Leider ist bis auf das Szenario (einsames Hotel in verschneiter, norwegischer Berglandschaft) überhaupt nix neues drin: eine Gruppe Jungerwachsener verschlägt's an einen abgelegenen Ort, an dem ein irrer Mörder nach und nach alle umbringt, bis er selbst das Zeitliche segnet. Die Story ist 08/15, wird schon mit den ersten paar Filmminuten glasklar und wenngleich es ein paar fiese Stellen gibt, ist die Mörderei recht blutleer. Dazu ist der Film ziemlich farbarm. Einzig die unverbrauchten Gesichter der Jungdarsteller können ein bißchen punkten. Tut nicht weh - weder, wenn man es guckt, noch wenn man es sein läßt.
Ein ziemlich ähnliches Fazit kann, nein: muss, man für DIE REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE ziehen - und ich bin da mal gnädig, da ich gerade gute Laune habe. Brendan Fraser mimt mal wieder den Abenteurer und wandelt samt Teen-Neffen und hübscher Isländerin auf Jules Verne's Spuren. Das ganze ist hollywoodtypisch eine einzige Rollercoaster-Tour, die physikalische Fakten ebenso ignoriert wie Logik und ein gutes Drehbuch. Immerhin ist der schwachsinnige Turbotrip zum Erdinneren und zurück einigermaßen kurzweilig, wenngleich die SFX für einen auf Schauwerte getrimmten Familienspaß recht fad daher kommen und größtenteils wie aus der Drag&Drop-Kiste wirken - nämlich schlecht. Dazwischen noch ein bißchen was fürs Herz und einmal mit Karacho durch die Klischee-Wanne. Die 8-14jährigen freut's (für die scheint der Film auch hauptsächlich gemacht worden zu sein), aber jeder Jules-Verne-Fan, der etwas auf sich hält, wendet sich mit Grausen ab. Ein Film, den man schon 5 Minuten nach seinem Ende wieder vergessen hat. Und das ist auch gut so.
In Memoriam Gary Gygax (1938-2008), Dave Arneson (1947-2009), Joe Dever (1956-2016), Greg Stafford (1948-2018), Terry K. Amthor (1958-2021) und Ingo Schulze (1977-2021)
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