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Warum kommt kein deutsches GURPS, HERO SYSTEM, UNISYSTEM,...

Begonnen von Greifenklaue, 25. März 2008, 13:15:41

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Greifenklaue

Diese Frage warf Argamae im Thread zu Ephorân - deutsches Universalsystem auf.

Argamae:
ZitatIch frage mich, wieso man sich nicht mal die Lizenzen der großen amerikanischen Universalsysteme besorgt und davon deutsche Ausgaben bringt. Diese Spielsysteme sind bereits seit Jahren (und teilweise Jahrzehnten) spielerprobt: GURPS, HERO SYSTEM, UNISYSTEM, BESM, etc. pp.

Greifenklaue:
ZitatIn dem Fall einfach zu beantworten: Das ganze ist ja ein selbstgeschriebenes Rollenspiel im Eigenverlag, der Autor selbst ist meines Wissens nach GURPS und HERO-Fan. Das Verlegen eines übersetzen Systems schafft zusätzliche Kosten (Übersetzung, Lizenzgebühren), außerdem erwarten die Rechteinhaber einen Mindeststandard (Qualität des Produktes, aber auch VÖ-Frequenz), was auch für Kosten sorgt. Da reicht oft ein kleiner Eigenverlag nicht aus (außerdem braucht man da Startkapital), letztes Beispiel ist hier dieSonnenfeste mit Rolemaster, die aber auch klar sagen, dass sie es machen, weil sie absolute Rolemasterfans sind, nicht weil sie glauben, damit auch nur eine müde Mark (*heutzutage eiliger Euro...) zu verdienen.

GURPS beim Großverlag Pegasus ist ja z.B. auch nix geworden.

Argamae:
ZitatWenn man sich anguckt, wie Pegasus GURPS seinerzeit vermarktet hat, wundert es auch nicht, daß das System in Deutschland bzw. in Deutsch gefloppt ist. Soviel dazu.

Was den Rest angeht - glauben denn die jetzigen Macher neuer deutscher Rollenspiele ernsthaft, damit einen "eiligen Euro" zu verdienen? Wohl sehr illusorisch, wenn man sich den Markt ansieht. Und was die "Mindestqualität" angeht, so gehen z.B. HERO oder BESM da keine sehr anspruchsvollen Wege. Wäre ohne Kopfschmerzen von einem deutschen Verlag mit einem vernünftigen Layouter umzusetzen. Guck Dir doch einige der deutschen Eigenproduktionen an - das sind Aufmachungen, die teilweise von vergleichbaren US-Systemen nicht erreicht werden. Und genau Rolemaster/13Mann ist doch da ein gutes Beispiel. Und was bei Wegfall von Playtesting- und Entwicklungskosten an Zeit und Geld einspart wird, kann man dann locker in Übersetzungs- und Lizenzgebühren stecken. Vom Vorteil, auf sehr viel existentes Spielmaterial zurückgreifen zu können, mal ganz zu schweigen.

Also dein Gegenargument ist imho keines. In den meisten Fällen steckt wohl ein gut Teil EGO-Gestreichel dahinter, weil man denkt, man habe mit seinem System das Rad neu erfunden (mal allgemein gesprochen, nicht zwingend auf Ephorân bezogen).
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

Greifenklaue

ZitatWas den Rest angeht - glauben denn die jetzigen Macher neuer deutscher Rollenspiele ernsthaft, damit einen "eiligen Euro" zu verdienen?
Nein. Die meisten sind begeisterte Rollenspieler, die ihr System schreiben. Einen Reiz, welchen vermutlich jeder zweite Rollenspieler - mindestens - obliegt. In Zeiten von BoD oder Lulu läßt sich sowas ohne Eigenkapital, ohne Rechtekrampf etc. umsetzen. Oder man macht ne 100er Auflage und fertig.
ZitatWohl sehr illusorisch, wenn man sich den Markt ansieht. Und was die "Mindestqualität" angeht, so gehen z.B. HERO oder BESM da keine sehr anspruchsvollen Wege. Wäre ohne Kopfschmerzen von einem deutschen Verlag mit einem vernünftigen Layouter umzusetzen. Guck Dir doch einige der deutschen Eigenproduktionen an - das sind Aufmachungen, die teilweise von vergleichbaren US-Systemen nicht erreicht werden.
Ja. Bloß warum sollten diese kreativen Köpfe, meinethalben die Arcane Codex-Redax, sich sagen, wir stellen unsere Ideen zurück und machen ein anderes Ding. Für die meisten Kleinverläge ist ihr Rollenspiel Herzensangelegenheit.
ZitatUnd genau Rolemaster/13Mann ist doch da ein gutes Beispiel. Und was bei Wegfall von Playtesting- und Entwicklungskosten an Zeit und Geld einspart wird, kann man dann locker in Übersetzungs- und Lizenzgebühren stecken. Vom Vorteil, auf sehr viel existentes Spielmaterial zurückgreifen zu können, mal ganz zu schweigen.
Du vergißt, dass die meisten entstandenen Kleinrollenspiele keine Playtesting- und Entwicklungskosten haben, die sind im Hobby entstanden und erst als das Fansystem fertig war, entschloß man sich zu professionelleren Schritten. (Beispiel Spherechild mit über 15 Jahren)

ZitatAlso dein Gegenargument ist imho keines. In den meisten Fällen steckt wohl ein gut Teil EGO-Gestreichel dahinter, weil man denkt, man habe mit seinem System das Rad neu erfunden (mal allgemein gesprochen, nicht zwingend auf Ephorân bezogen).
Wenn mein Gegenargument keins wäre, wäre der deutsche Markt ja von Übersetzungen überflutet  [15] EGOgeschmeichel, oder auch Selbstverwirtklichung im Hobby, ist sicherlich die treibende Kraft hinter den Systemen.

Also. Nochmal zu den Kosten / Lizenzen: Guck Dir Rolemaster an: Nachdem das GRW erschienen ist, gibt es einen steten Produktfluß. Ebenso bei GURPS, DnD etc. Sowas wird vertraglich geregelt. Daher hast Du eine sehr hohe Eigenkapitalbindung, wenn sich Dein Rollenspiel a la Dark Heresy binnen eines Monats ausverkauft ist. Es gibt Systeme, die werfen ihr zweites, drittes Buch auf den Markt während 90% ihres ersten noch im Lager schlummern.

Kein Wunder, dass viele Kleinverläge auf Lulu, BoD oder Miniauflagen setzen und Erscheinungszyklen bei denen, die das nicht machen, weit auseinanderliegen, weil man erstmal möglichst viel von seinen Investitionen des Vorbandes reinholen muss, um den nächsten Band zu finanzieren.

Das einzig mir bekannte Beispiel eines größeren Verlags, welcher auf BoD-Basis arbeitet, ist Red Brick (Earthdawn, Fading Suns), wobei die die Lizenzen komplett übernommern haben (bzw. bei Erthdawn bei einer Edition).

Und warum das mit Rolemaster eigentlich funktioniert, der wesentliche Grund dürfte sein, dass ICE durch ihre eigenen Fans gekauft wurde...

-> http://de.wikipedia.org/wiki/Iron_Crown_Enterprises

ZitatWenn man sich anguckt, wie Pegasus GURPS seinerzeit vermarktet hat, wundert es auch nicht, daß das System in Deutschland bzw. in Deutsch gefloppt ist. Soviel dazu.
Fernsehspots gab es nicht...  [23] Welche Systeme, vielleicht mal ab von den Majors (Schmidt, FanPro) wurden zu der Zeit besser beworben?
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Argamae

Etwas aus dem Zusammenhang, da aus anderem Thread 'rüberkopiert:
ZitatDie meisten sind begeisterte Rollenspieler, die ihr System schreiben. Einen Reiz, welchen vermutlich jeder zweite Rollenspieler - mindestens - obliegt. In Zeiten von BoD oder Lulu läßt sich sowas ohne Eigenkapital, ohne Rechtekrampf etc. umsetzen. Oder man macht ne 100er Auflage und fertig.
Bloß warum sollten diese kreativen Köpfe, meinethalben die Arcane Codex-Redax, sich sagen, wir stellen unsere Ideen zurück und machen ein anderes Ding. Für die meisten Kleinverläge ist ihr Rollenspiel Herzensangelegenheit.
Natürlich hast Du Recht, ich will ja auch niemandem absprechen, kreativ zu sein/zu werden. Aber das Ergebnis sind hunderte von Kleinrollenspielen, die niemanden/keine Masse erreichen - womit man den Löwenanteil den großen Systemen überläßt, mit deren kreativer Kraft es ja nicht immer zu besten steht. Da hat man dann sich selbst verwirklicht, um später mal sagen zu können: hey, ich hatte mein eigenes Rollenspiel! Toll.
Von der hohen Warte betrachtet, die hier mal bewußt und provokant einnehme, bedeutet dies, daß der Szene damit keine (oder so gut wie keine) neuen Impulse gegeben werden, die an den bestehenden Strukturen rütteln können.
ZitatDu vergißt, dass die meisten entstandenen Kleinrollenspiele keine Playtesting- und Entwicklungskosten haben, die sind im Hobby entstanden und erst als das Fansystem fertig war, entschloß man sich zu professionelleren Schritten. (Beispiel Spherechild mit über 15 Jahren)
Nein, habe ich nicht vergessen, aber Du hast natürlich Recht. Trotzdem fallen Entwicklungs- und Produktionskosten an, wenn man nach jahrelangem Spielen damit beginnt, sein "Produkt" überhaupt erstmal als solches präsentabel zu machen.
ZitatAlso. Nochmal zu den Kosten / Lizenzen: Guck Dir Rolemaster an: Nachdem das GRW erschienen ist, gibt es einen steten Produktfluß. Ebenso bei GURPS, DnD etc. Sowas wird vertraglich geregelt. Daher hast Du eine sehr hohe Eigenkapitalbindung, wenn sich Dein Rollenspiel a la Dark Heresy binnen eines Monats ausverkauft ist. Es gibt Systeme, die werfen ihr zweites, drittes Buch auf den Markt während 90% ihres ersten noch im Lager schlummern.
Aber hier hat man zumindest einen Namen, der bekannt ist und ziehen kann. Ob er das dann auch tut, steht auf einem anderen Blatt - aber die Chancen, sich zu etablieren, sind deutlich größer, als wenn man das x-te "Elfengekitzel - Don't call it Schnitzel" Fantasy-Rollenspiel in 100er Auflage auf den Markt bringt. Und wenn sich binnen eines Monats die Erstauflage verkauft, wieso hat man dann eine hohe Eigenkapitalbindung? Das ist doch der Wunschtraum jedes Verlegers!
Zitat
ZitatWenn man sich anguckt, wie Pegasus GURPS seinerzeit vermarktet hat, wundert es auch nicht, daß das System in Deutschland bzw. in Deutsch gefloppt ist. Soviel dazu.
Fernsehspots gab es nicht...  [23] Welche Systeme, vielleicht mal ab von den Majors (Schmidt, FanPro) wurden zu der Zeit besser beworben?
GURPS wurde damals aufwändig beworben? Ich glaube nicht, Tim. Allerdings kann ich das rückblickend auch nur aus der Erinnerung behaupten. Was aber viel schwerwiegender war als mangelnde Werbung: die Veröffentlichungspolitik. So wie auch für Midgard den Fans jahrelang ein Quellenband für Alba vorenthalten wurde (und statt dessen weniger populäre, da exotische Bücher über Jadekaiser und Pyramiden feil geboten wurden), veröffentlichte man für GURPS Deutsch seinerzeit kein Fantasyprodukt (von Conan mal abgesehen, aber das war zu speziell). Auch das Herausbringen von VAMPIRE für Gurps war schwachsinnig, man konnte nicht ernsthaft annehmen, damit WoD-System-Spieler ziehen zu können. Andere Exoten wie "Illuminati", "Voodoo" oder "Scheibenwelt" hatten nie das Potenzial, GURPS solide am deutschen Markt zu etablieren.
Warum hat man das gemacht? Gute Frage. Ich vermute, weil man anderen hauseigenen Produkten keine Konkurrenz machen wollte.
In Memoriam Gary Gygax (1938-2008), Dave Arneson (1947-2009), Joe Dever (1956-2016), Greg Stafford (1948-2018), Terry K. Amthor (1958-2021) und Ingo Schulze (1977-2021)
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Greifenklaue

Bisher hab ich das auf Klein- und Eigenverläge bezogen (eben weil Ephorân eins ist).

Aber auch bei den großen sieht es schlecht aus. Gehen wir sie durch:

Feder & Schwert hat derzeit mehr als genug zu tun mit D&D und Warhammer. Sieht Rollenspiel auf den absteigenden Ast, möchte mehr im Belletristik-Bereich machen. (Übrigens, trotz anderslautender Pressemitteilung, die nWoD wurde den Jungs entzogen, weil sie die Vorstellungen des Lizenznehmers WW nicht erfüllten, wie auf der letzten RPC aus relativ sicherer Quelle zu erfahren war)

Pegasus hatte mit GURPS keinen Erfolg, Midgard ihre Freiheit gegeben und bei der Umsetzung von Cthulhu einen sehr hohen Grad an Freiheit erhalten. Demnächst kommt voraussichtlich Shadowrun dazu, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Unwahrscheinlich, dass sie nochmal reine Übersetzungsarbeiten machen, ohne selbst zu versuchen, redaktionelle Arbeit da einfließen zu lassen. Hat desweiteren auch den Karten-und Brettspielsektor für sich entdeckt (nebenbei, man schaue sich die Umsatzentwicklung von SJG mit GURPS und Munchkin an).

Ulisses hat mit DSA und Myranor viel zu tun, dazu kommen Space Gothic, DCC, IK und Anima, das sind die RPGs. Dafür, dass sie vor zwei Jahren nur Rollenspiele vertrieben und nicht verlegt haben, ist das ein enormer Produktzuwachs! Auch die waren an Shadowrun dran. Da könnt ich mir einiges vorstellen, würde aber eher vermuten, dass die sich was jetzt schon erfolgreiches suchen. Z.B. Pathfinder... (Anmerkungen dazu unten)

Games In hat mit den eigenen Lizenzen mehr als genug zu kämpfen... Neuauflage Cyberpunk kommt jetzt (, aber ohne aktualisierte Regeln, also jedenfalls nicht V3), Neuauflage RdW ist jetzt seit... sind wir großzügig: einiger Zeit... angekündigt. Und auch, dass man mittlerweile mit dem vierten (!) Supportteam zusammenarbeitet, zeigt eine gewisse Überforderung.

13 Mann würd ich am ehesten noch was in der Richtung zutrauen, als Jüngling unter den großen. Allerdings wird man vermutlich auch erstmal abwarten, wie es mit Traveller und Heredium läuft, bevor es da zu weiteren Schritten kommt.

Ach ja, Sighpress nicht vergessen, aber da passen Universal-RPs gar nicht ins Verlagsportrait.

PS.: Pathfinder... Laut Skar / Blutschwerter gab es zwei Verlagsanfragen zur Übersetzung.

Und, das zeigt auch, was wohl am ehesten läuft, nämlich jetzt erfolgreiche Systeme zu übersetzen, von den Unis wäre das für mich am ehesten Savage Worlds...
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Argamae

Laß uns nochmal ein Stück zurück rudern: es geht ja bei EPHORÂN um ein Universalrollenspiel. So auch in diesem Thread. Eben weil sich Universalrollenspiele in begrenzten Märkten (und Deutschland sähe ich jetzt mal als einen) nur schlecht durchsetzen, ist vermutlich dieses neue System bereits eine Totgeburt. Nochmal: ich sage nix über die Qualität des Systems aus - wie könnte ich? Aber anstatt deutsche Universalsysteme zu gebähren, plädiere ich dafür, auf bestehende, etablierte Universalsysteme zurückzugreifen - und auf das dafür bereits existente Abenteuermaterial. Denn damit steht und fällt alles: Material, daß spielfertig und sofort einsetzbar ist. Ferner gibt es ja noch den (eingeschränkten) Synergie-Effekt, daß manche mit einem Grundregelwerk auf Deutsch ja hier und da auch englischsprachige Quellenbände nutzen werden.

Um nicht mißverstanden zu werden: ich wünsche und gönne den EPHORÂN-Machern jeden Erfolg! Aber ich bezweifele ihn.
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Greifenklaue

ZitatNatürlich hast Du Recht, ich will ja auch niemandem absprechen, kreativ zu sein/zu werden. Aber das Ergebnis sind hunderte von Kleinrollenspielen, die niemanden/keine Masse erreichen - womit man den Löwenanteil den großen Systemen überläßt, mit deren kreativer Kraft es ja nicht immer zu besten steht. Da hat man dann sich selbst verwirklicht, um später mal sagen zu können: hey, ich hatte mein eigenes Rollenspiel! Toll.
Von der hohen Warte betrachtet, die hier mal bewußt und provokant einnehme, bedeutet dies, daß der Szene damit keine (oder so gut wie keine) neuen Impulse gegeben werden, die an den bestehenden Strukturen rütteln können.
Weiß ich nicht. Es gibt Leute, die kleckern, andere die klotzen.

Zu den klotzenden Leuten gehört z.B. Neue Welten, extrem aktives Supportteam (kein Wunder, dass GI die haben wollte), ohne die Auflage zu verraten: hohe Auflage etc. Trotzdem ist es ultraschwer, dem Markt auch nur schmalke Streifen abzugewinnen. Am besten klappt das aber eben mit dem alten Hausmittel der Proberunde. Da kann man sehr schön sehen, dass die meisten Verkäufe eben nach Proberunden gemacht haben (Wo hab ich das her? Ich hab mit ihnen zusammen Stände gemacht)

Funky Colts oder Ratten hingegen sind Bier- & Brezel-Rollenspiele, wie sie auf dem amerikanischen Markt so schön bezeichnet werden, daher - die wollen gar keine dicken Teile vom Kuchen - können aber trotzdem neue Impulse geben.

Und warum Ephorân nicht bei eionem "Major" erscheint, ist simpel: es verspricht schlicht keinen wirtschaftlichen Erfolg.

Guckt man sich die Reaktionen auf Rolemaster und Traveller an, besteht die zu 3/4teln aus Bashing...

Ich glaube schon, dass es Systeme wie FC und Ratten schaffen, einen gewissen Einfluß zu nehmen, eben weil sie einerseits noch klassische Rollenspiele, andererseits einige interessante kleiner Kniffe haben. Dazu noch ein Marketingaufwand, der einst GURPS gutgetan hätte...  [15] Und das für lau!!!

Die Frage ist doch vielmehr, möchte man der Szene neue Impulse geben (dann ist ein Rollenspiel eigentlich das denkbar schlechteste Instrument dafür, mach ein eZine, ein Rollenspielverein, ein Webportal) oder möchte man sich selbst verwirklichen? Wie Du es unter dem Stichwort "EGO-Gestreichel" zusammenfasst, ist das vermutlich so. Macht auch nix, schadet keinem und kann neue Impulse geben, muss es aber nicht.

ZitatNein, habe ich nicht vergessen, aber Du hast natürlich Recht. Trotzdem fallen Entwicklungs- und Produktionskosten an, wenn man nach jahrelangem Spielen damit beginnt, sein "Produkt" überhaupt erstmal als solches präsentabel zu machen.
Es kommt drauf an, dass Projekt Kopfkino besteht nicht nur aus Textern, sondern auch aus Illustratoren, dass dürfte ein Gesamtpaket zum Nullpreis sein (Werde ich mal nachfragen, ich interviewe Grasi gerade). Auch bei Western City hat es Kathy von Red Brick (macht sehr coole Earthdawn und Fading Suns-Sachen) kostenlos gemacht bzw. im Austausch damit, dass es dann auch über Red Brick vertrieben wird (soweit ich das weis). Natürlich ist es richtig, es gibt auch einige, die sich Illus auch etwas kosten lassen (Nornis,Prost, Ephorân dürfte auch dazugehören).

ZitatAber hier hat man zumindest einen Namen, der bekannt ist und ziehen kann. Ob er das dann auch tut, steht auf einem anderen Blatt - aber die Chancen, sich zu etablieren, sind deutlich größer, als wenn man das x-te "Elfengekitzel - Don't call it Schnitzel" Fantasy-Rollenspiel in 100er Auflage auf den Markt bringt. Und wenn sich binnen eines Monats die Erstauflage verkauft, wieso hat man dann eine hohe Eigenkapitalbindung? Das ist doch der Wunschtraum jedes Verlegers
Ähh, dass sich die Erstauflage innerhalb eines Monats verkauft, dürfte wohl in der Tat der Wunschtraum jedes Verlags sein - das ist ja auch die absolute Ausnahme. Kapitalbindung hast Du auch im übrigen auch dann, die meisten Kosten entstehen ja nicht einen Monat nach VÖ, sondern im Vorfeld (Texte, Illus) und beim Druck. Aber die meisten haben wie gesagt lange etwas von ihrer Auflage...  [23]

Die 100er-Auflage ist wohl eher selten, aber ein Beispiel, was Du mit Hero nicht machen kannst. Also, kann ich mir nicht vorstellen, dass das Hero Systems absegnen würde. 100er-Auflage und wenn die ausverkauft ist, schieben wir was hinterher... Bein Eigenrollenspiel kannst Du ne 10er-Auflage oder ne 10.000er-Auflage machen, ganz wie Du meinst...

Und bzgl. Gebashe schrieb ich ja schon, wenn Du heute GURPS ankündigst, hast Du morgen schrenweise Gegenstimmen: gab es schon, eierlegende Wollmilchsau, es gibt keine Universalsysteme, brauch ich nicht, ich spiel HEROs, tolles System, ich hab alles auf Englisch - ich kauf`s mir nicht, Toll, aber auf Englisch ist es früher verfügbar UND günstiger...

ZitatGURPS wurde damals aufwändig beworben? Ich glaube nicht, Tim.
Schrieb ich da? Ich glaube nicht, JimBob... Ich sag ja nur, es wurde genauso wenig dolle beworben wie jedes andere System auch. (eben ausgenommen die beiden großen der damaligen Zeit)

ZitatAllerdings kann ich das rückblickend auch nur aus der Erinnerung behaupten. Was aber viel schwerwiegender war als mangelnde Werbung: die Veröffentlichungspolitik. So wie auch für Midgard den Fans jahrelang ein Quellenband für Alba vorenthalten wurde (und statt dessen weniger populäre, da exotische Bücher über Jadekaiser und Pyramiden feil geboten wurden), veröffentlichte man für GURPS Deutsch seinerzeit kein Fantasyprodukt (von Conan mal abgesehen, aber das war zu speziell). Auch das Herausbringen von VAMPIRE für Gurps war schwachsinnig, man konnte nicht ernsthaft annehmen, damit WoD-System-Spieler ziehen zu können. Andere Exoten wie "Illuminati", "Voodoo" oder "Scheibenwelt" hatten nie das Potenzial, GURPS solide am deutschen Markt zu etablieren.
Warum hat man das gemacht? Gute Frage. Ich vermute, weil man anderen hauseigenen Produkten keine Konkurrenz machen wollte.
Das hingegen würde ich auch so sehen *juchhu* Obwohl, Scheibenwelt war im Prinzip beliebt, oder (also die Bücher)?
War damals den Midgard Konkurrenz, ich glaube, dass kam erst nach GURPS komplett zu Pegasus, sprich damals dürfte Cthulhu der einzige hausinterne Konkurrent gewesen zu sein.

Vielleicht dachte man, gegen DSA, AD&D, Midgard (und weitere: Earthdawn...) keine Chance zu haben und wollte daher lieber Nischen besetzen?

Manchmal sind die Leute einfach nur betriebsblind (*hust* F&S-Interviews *hust*), sprich, machen das, was sie wollen und mögen, ohne zu gucken, nach was es dem Kunden dürstet.
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

Greifenklaue

ZitatLaß uns nochmal ein Stück zurück rudern: es geht ja bei EPHORÂN um ein Universalrollenspiel. So auch in diesem Thread. Eben weil sich Universalrollenspiele in begrenzten Märkten (und Deutschland sähe ich jetzt mal als einen) nur schlecht durchsetzen, ist vermutlich dieses neue System bereits eine Totgeburt.
Ich glaube eher, dass es den Machern hier nicht darum geht, einen wirklich durchschlagenden Erfolg zu haben, sprich: in zehn Jahren die Position von DSA, DnD oderShadowrun inne zu haben. Sondern den Anspruch, etwas zu erschaffen, dass die Nerven eines kleinen Kreises trifft. Den möchte man dann in der Tat möglichst groß machen. Da kann ne abgefeierte Hunderterauflage ein Erfolg sein. Mir vieleda ERPS ein, dazu gibt es auch heutzutage noch jährlich Cons, die etwa 50-100 Personen aus ganz Deutschland besuchen (Anm.: die Kosten sind recht hoch, da mit Übernachtung und Verpflegung). Das reicht den Machern und das ist in meinen Augen nicht nur OKay, sondern auch ein Erfolg. Immerhin erschien das System annodazumal.

ZitatNochmal: ich sage nix über die Qualität des Systems aus - wie könnte ich? Aber anstatt deutsche Universalsysteme zu gebähren, plädiere ich dafür, auf bestehende, etablierte Universalsysteme zurückzugreifen - und auf das dafür bereits existente Abenteuermaterial. Denn damit steht und fällt alles: Material, daß spielfertig und sofort einsetzbar ist. Ferner gibt es ja noch den (eingeschränkten) Synergie-Effekt, daß manche mit einem Grundregelwerk auf Deutsch ja hier und da auch englischsprachige Quellenbände nutzen werden.
Also, mich würde das ja auch durchaus freuen, glaube aber, dass es für die Großen im Markt nicht in ihrer Interessenslage ist, während das für die Kleinen viel zu happig ist. Am ehesten müssten sich da fanatische Fans wie bei Rolemaster finden...

ZitatUm nicht mißverstanden zu werden: ich wünsche und gönne den EPHORÂN-Machern jeden Erfolg! Aber ich bezweifele ihn.
Da sind wir uns einig. Man darvaber auch nicht vergessen: erfolgreiches Rollenspiel ungleich gutes Rollenspiel.

Ich bin übrigens gespannt, die Projekt Kopfkino'ler haben auch ein Universalsystem angekündigt!  [15]
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
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Maniac

ZitatWas aber viel schwerwiegender war als mangelnde Werbung: die Veröffentlichungspolitik. [...] veröffentlichte man für GURPS Deutsch seinerzeit kein Fantasyprodukt

Ja stimmt, da habe ich Ewigkeiten nach gesucht: Regeln für die Charaktererschaffung von Zwergen, Elfen etc. - "klassische Fantasy" halt. Persönlich finde ich, dass sich GURPS Fantasy auch nur wegen diesen Regeln und dem Bestarium lohnt, den Hintergrund mit Fantasy-Ländern die christianisiert wurden hätte ich auch nicht übersetzen wollen.

ZitatAuch das Herausbringen von VAMPIRE für Gurps war schwachsinnig, man konnte nicht ernsthaft annehmen, damit WoD-System-Spieler ziehen zu können.

Unsere Spielrunde hat damals mit "GURPS Vampire" angefangen. Als ich dann das Storyteller-System dagegen mal angetestet habe fand ich die GURPS Version besser. Sicher gibt es nicht so viele Quellenbücher aber bezüglich Konvertierung auf ein anderes Spielsystem ist "GURPS Vampire" wirklich gelungen.

ZitatAndere Exoten wie "Illuminati", "Voodoo" oder "Scheibenwelt" hatten nie das Potenzial, GURPS solide am deutschen Markt zu etablieren.

"Scheibenwelt" kenne ich selbst nicht aber es ist definitiv ein interessanter Titel, da Terry Pratchett ja auch gerne gelesen wird.

"Voodoo" habe ich mir letztens mal bestellt aber bislang noch nicht gelesen. Ich war aber ziemlich überrascht, da der Hintergrund doch ziemlich stimmungsvoll war.

"Illuminati" würde ich eher als Ergänzung für eine bestehende Kampagne sehen.

Aber Du hast Recht, so richtige "Reisser" waren da nicht dabei, die jetzt den Rollenspielmarkt revolutioniert hätten.

ZitatWarum hat man das gemacht? Gute Frage. Ich vermute, weil man anderen hauseigenen Produkten keine Konkurrenz machen wollte.

Ich denke mal, dass man zumindest mit "Conan" und "Scheibenwelt" einige bekannte Spielwelten bereitstellen wollte. "Illuminati" wahrscheinlich da Pegasus ja auch das Brett-/Kartenspiel vertreibt und sich die Produkte somit ergänzen.

Bezüglich Universalsystem hat man ja "Time Travel" übersetzt (sehr cool) und mit "Meister der Sphären" ja auch ein eigenes GURPS Abenteuer geschrieben. Nicht zu vergessen, dass Pegasus seinerzeit mit "Pyramide" auch ein eigenes GURPS-Magazin rausgebracht hat. Der Wille war definitiv da.

Aber machen wir uns nichts vor: GURPS existiert seit mehr als 20 Jahren und hat im Englischen über 150 Quellenbücher. Dazu aufschließen zu wollen ist Knochenarbeit.

Nochwas zu dem Thema Universalsystem: Ich selbst würde mich schon über ein deutsches SRD für D20 freuen und ich wäre auch bereit dafür Geld auszugeben. Die Regeln liegen seit Jahren offen und keiner wagt sich an die Übersetzung... Das finde ich richtig schade.
For those about to GURPS - We salute you!

Greifenklaue

ZitatNochwas zu dem Thema Universalsystem: Ich selbst würde mich schon über ein deutsches SRD für D20 freuen und ich wäre auch bereit dafür Geld auszugeben. Die Regeln liegen seit Jahren offen und keiner wagt sich an die Übersetzung... Das finde ich richtig schade.
Es wird ja zumindest von vielen Seiten propagiert, dass das nur Amigo und nun F&S machen könnte. (Lustigerweise wollte F&S zu Amigozeiten auch gern ne deutsche SRD, heutzutage ist das kaum noch Thema...)

Zitat"Illuminati" wahrscheinlich da Pegasus ja auch das Brett-/Kartenspiel vertreibt und sich die Produkte somit ergänzen.
*grübel* Die Neuauflage gibt es ja erst seit zwei Jahren. Die alte dürfte zum Zeitpunkt von GURPS Illuminati schon ausverkauft gewesen sein? Aber bei Pegasus gibt es definitiv Illuminati-Fans in der Chefetage...

Edeit: Diese Titel gab es übrigens auf deutsch:

GURPS-Basisbuch
GURPS Magie
GURPS Voodoo
GURPS Horror
GURPS Zeitreise
GURPS Space
GURPS Conan
GURPS Vampire: The Masquerade
GURPS Cyberpunk
GURPS Illuminati
GURPS Scheibenwelt
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Maniac

ZitatEs wird ja zumindest von vielen Seiten propagiert, dass das nur Amigo und nun F&S machen könnte. (Lustigerweise wollte F&S zu Amigozeiten auch gern ne deutsche SRD, heutzutage ist das kaum noch Thema...)

Ja, das habe ich auch gelesen.Die OGL erlaubt explizit Übersetzungen in andere Sprachen und den "Vertrag" (Annahme der OGL-Lizenz für eigene Produkte) schliesse ich ja mit Wizards of the Coast und nicht mit Amigo oder F&S. Meines Erachtens nach würde so die Vertragsfreiheit ausgehebelt werden, aber ich bin auch kein Anwalt.

Der "Truant Verlag" baut doch ebenfalls eigene D20 Produkte oder irre ich mich da?

Ich habe den Verdacht, dass hier eine ganze Menge FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) mitspielt, zumindest genug um mich abzuschrecken, das SRD selbst zu übersetzen und zu veröffentlichen. Ich möchte aber an dieser Stelle signalisieren, dass ich an einem solchen Übersetzungsprojekt gerne mitarbeiten würde wenn die Rechte geklärt sind (schriftliche Erlaubnis von Amigo und F&S)

Zitat*grübel* Die Neuauflage gibt es ja erst seit zwei Jahren. Die alte dürfte zum Zeitpunkt von GURPS Illuminati schon ausverkauft gewesen sein?

Ich bin mir jetzt auch nicht ganz sicher aber gab es neben dem Brettspiel nicht auch das Trading-Card Game "Illuminati - New World Order"? Und ich meine das wurde übersetzt.
For those about to GURPS - We salute you!

Argamae

ZitatJa stimmt, da habe ich Ewigkeiten nach gesucht: Regeln für die Charaktererschaffung von Zwergen, Elfen etc. - "klassische Fantasy" halt. Persönlich finde ich, dass sich GURPS Fantasy auch nur wegen diesen Regeln und dem Bestarium lohnt, den Hintergrund mit Fantasy-Ländern die christianisiert wurden hätte ich auch nicht übersetzen wollen.
Wurde ja in der 4. Edition getrennt - BANESTORM (die Gurps-Fantasywelt Yrth) und FANTASY sind eigenständige Quellenbände. In der 3. Edition gab es das quasi nur zusammen. Dabei ist BANESTORM eine echt interessante Welt!
ZitatUnsere Spielrunde hat damals mit "GURPS Vampire" angefangen. Als ich dann das Storyteller-System dagegen mal angetestet habe fand ich die GURPS Version besser. Sicher gibt es nicht so viele Quellenbücher aber bezüglich Konvertierung auf ein anderes Spielsystem ist "GURPS Vampire" wirklich gelungen.
Ist sicher richtig, mein Posting bezog sich auch nur auf die Veröffentlichungspolitik, nicht auf die Qualität von GURPS Vampire.
Zitat"Scheibenwelt" kenne ich selbst nicht aber es ist definitiv ein interessanter Titel, da Terry Pratchett ja auch gerne gelesen wird.
Ja, aber was gern gelesen wird, wird noch lange nicht gern bespielt bzw. eignet sich auch gut zum Bespielen.
ZitatAber machen wir uns nichts vor: GURPS existiert seit mehr als 20 Jahren und hat im Englischen über 150 Quellenbücher. Dazu aufschließen zu wollen ist Knochenarbeit.
Nicht für Fans... die machen das sicher gern. Zumal ja auch das aktuelle GURPS LITE eine deutsche Übersetzung hat/bekommen soll?!
In Memoriam Gary Gygax (1938-2008), Dave Arneson (1947-2009), Joe Dever (1956-2016), Greg Stafford (1948-2018), Terry K. Amthor (1958-2021) und Ingo Schulze (1977-2021)
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Greifenklaue

ZitatDer "Truant Verlag" baut doch ebenfalls eigene D20 Produkte oder irre ich mich da?
Ja, auch Ulisses, GI etc. [Um genau zu sein: Truant nicht mehr]. Alle berufen sich auf die Original-SRD.

ZitatIch möchte aber an dieser Stelle signalisieren, dass ich an einem solchen Übersetzungsprojekt gerne mitarbeiten würde wenn die Rechte geklärt sind (schriftliche Erlaubnis von Amigo und F&S)
Hmm, angeblich, sprich, ich weiß das nur aus zweiter Hand, gibt es die nicht. Mittlerweile ist a auch nur die von F&S fällig. Der FUD-Hinweis stimmt im Prinzip. Niemand weiß es so genau und wirklich viele, die darin rechtssicher sind, gibt es wohl nicht.

ZitatIch bin mir jetzt auch nicht ganz sicher aber gab es neben dem Brettspiel nicht auch das Trading-Card Game "Illuminati - New World Order"? Und ich meine das wurde übersetzt.
Das wäre möglich. Erinnern tue ich mich nicht, aber das ist in punkto TCG vielleicht auch besser so! Kurzum, mit dem Illuminati-Hinweis hast Du in jedem Fall recht, auch wenn es die Käufer der ersten Version war, auf die man hoffte.
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

Argamae

Noch ein Wort zu GURPS: ich bin mir nicht sicher, ob eine deutsche Version hier funktionieren würde. Der US-Markt, auf dem sich GURPS über 20 Jahre lang etabliert hat, besitzt genügend Publikum, um viele Systeme zu einem Verkaufserfolg zu machen. Der deutsche Markt ist jedoch sehr stark vorgeprägt und erscheint mir auch in der Masse wesentlich weniger erprobungsfreudig zu sein.
Dies ist sicher noch ein Grund, weshalb es kein deutsches GURPS (mehr) gibt.
Im Grunde trifft das hier Gesagte auch aufs HERO SYSTEM und andere Universalsysteme zu. Lediglich interessante Settings/Welten könnten da noch Interesse wecken.
In Memoriam Gary Gygax (1938-2008), Dave Arneson (1947-2009), Joe Dever (1956-2016), Greg Stafford (1948-2018), Terry K. Amthor (1958-2021) und Ingo Schulze (1977-2021)
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Maniac

ZitatZumal ja auch das aktuelle GURPS LITE eine deutsche Übersetzung hat/bekommen soll?!

Ich kenne bislang nur das GURPS-4th Edition Wiki:
http://gurpsaufdeutsch.heinscher.de

Ich habe mal vor einiger Zeit als GURPS 4th Edition rauskam bei Pegasus angerufen und gefragt ob GURPS mit der 4th Edition in Deutschland ein Comeback feiern würde. Es wurde aufgrund "zu hoher Lizenzkosten von Steve Jackson Games" erstmal ausgeschlossen.

Wenn ein Universalsystem dann wäre es doch auch ideal einen lizenzfreien Regelsatz à la D20/OGL zu haben.  Wenn ein Kleinverlag ein Universalsystem produziert ist das schön aber es motiviert auch niemanden, etwas für das System zu schreiben wenn die Rechte nicht eindeutig geklärt sind.

Das ist auch etwas was mich an GURPS einfach stört.Die Regelmechanik ist top, es gibt Tonnen an Referenzmaterial aber von den Lizenzbedigungen könnte es meiner Meinung nach etwas offener vorgehen.

Ich habe noch ziemlich viel Material das ich bereit wäre aufzuarbeiten und sogar zu veröffentlichen. Ich wäre sehr gerne ein GURPS Autor aber ich bin da auch zu sehr an Steve Jackson Games gebunden. Hinzu kommt, dass es wahrscheinlich nur sehr wenig GURPS Spieler in Deutschland gibt.

Beim D20 SRD ist die Sache klar, was ich verwenden darf und was nicht und notfalls gründe ich halt meinen eigenen Verlag. Obwohl ich anfangs skeptisch gegenüber der OGL war, bietet sie doch für Kleinverlage doch Perspektiven. Warum diese nicht erschließen?

Mein Appel wäre wenn jemand ein neues Universalsystem aus dem Boden stampft dann das System auch "lizenzfrei / open source etc." zu machen. Denn was ist ein Rollenspiel ohne Quellenbücher, "Add-Ons" und (Fan-) Abenteuer? Nicht viel...
For those about to GURPS - We salute you!

Greifenklaue

ZitatMein Appel wäre wenn jemand ein neues Universalsystem aus dem Boden stampft dann das System auch "lizenzfrei / open source etc." zu machen. Denn was ist ein Rollenspiel ohne Quellenbücher, "Add-Ons" und (Fan-) Abenteuer? Nicht viel...
Sowas braucht ja auch immer ein gewisses Standing. Prost z.B. bietet das an und zwei Systeme, aktuell eins, ist auch aufgesprungen. Aber da braucht man schon einen Marktdurchsatz wie d20, d6, d100  [23] , damit das überhaupt nen anderen Verlag interessiert!

So, ich wollte ja noch mit Zahlen zu SJG und Munchkin (und damit indirekt zu GURPS) glänzen.

Year / Total Sales / % of sales due to Munchkin card game

2007 / $2.7 million / 70%
2006 / $2.4 million / 55%
2005 / $2.4 million / 40%
2004 / $2.8 million / 40%
2003 / $2.5 million / 30%

Put another way, here is what their non-Munchkin sales look like over the years



Zahlen von hier.
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

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