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Beiträge - Argamae

#1
Arena / Antw:[Film] BACKROOMS
30. September 2026, 13:03:15
Zitat von: Hrun der Zwergenzwicker am 30. September 2026, 10:52:23Die war mir tatsächlich noch nicht geläufig. Mal kurz reingeschaut... neben dem klassischen Analog-Horror hat das eine gewisse Lynch-Qualität. Schön abstrus.  :D

Warte, bis du alles gesehen hast. Nimm' dir dafür mal irgendwann die Zeit.  ;)
#2
Arena / Antw:[Film] BACKROOMS
30. September 2026, 10:23:16
Zitat von: Hrun der Zwergenzwicker am 29. September 2026, 12:38:14Danke für das Angebot, tatsächlich liegt der schon bei mir daheim bereit. Ich muss nur mal die Muße finden, den auch zu gucken. Vllt. ist das gerade hier ja der Ansporn.  ;)

Ich denke, der dürfte dir (sehr) gefallen.  ;D

Auch absolut genial ist "The Oldest View" von Kane Parsons (6-teilige Miniserie). Kennst du wahrscheinlich schon, oder?
#3
Arena / Antw:[Film] BACKROOMS
29. September 2026, 12:30:33
Zitat von: Hrun der Zwergenzwicker am 28. September 2026, 22:35:45Der ist bei mir auf der Liste! Einige von Kane Parsons (sehr gut gemachten) Kurzfilmen zu u.a. Backrooms habe ich schon sehen dürfen.

Allgemein scheint die Pipeline Youtuber-wird-Horrorregiesseur richtig aufzudrehen:

- Curry Barker mit Obsession
- Zach Cregger mit Barbarian, Weapons und Resident Evil

Ja, das ist nur zu begrüßen: Jungregisseure, die mit wenig Budget Hollywood zeigen, wo der Frosch die Locken hat.
Film kann ich dir mal ausleihen, wenn du möchtest - mitbringen zum Oktober-DinG?
#4
Arena / [Film] BACKROOMS
28. September 2026, 11:46:44
Am Anfang war das Foto auf 4chan. Darauf zu sehen: ein leerer Raum, ein paar Wände mit gemusterter Tapete, beleutet von kränklich-gelbem Licht aus fluoreszierenden Panelen und ausgelegt mit einem Teppich in Hornhautumbra. Und das löste einen kreativen Schwall aus, wie er nur im Internet geschehen kann. Jemand umschrieb es: "Wenn man durch einen {Noclip} aus der Realität fällt, gelangt man in die Backrooms - einem endlosen Labyrinth aus gelbem Wahnsinn, dem Gestank feuchter Auslegeware und dem beständigen Summen der Leuchtstoffröhren... und wehe, du hörst dann die Schritte von irgendwas, was dort mit dir eingesperrt ist."



Aus dieser "Creepypasta" bastelte dann der junge Filmemacher und YouTuber Kane Parsons ein sich immer weiter entwickelndes Horrorphänomen, indem er einen Kurzfilm im Found-Footage-Stil veröffentlichte, der diese Welt aus dem Bild/Text in bewegte Bilder umsetzte. Aber das war nur der Startschuss - weitere Filme folgten. Kane und andere fügten dieser liminalen Albtraumwelt weitere Aspekte hinzu. Mit solchem Erfolg, dass daraus eine richtige Lore, ja, ein ganzes Genre entstand.

Das war 2019. Nun, 7 Jahre später, ist daraus ein Kinofilm entstanden, bei dem der gleiche junge Mann Regie führte. Er konkretisiert darin die "Lore", die um die Backrooms gewachsen ist, ohne sie jedoch unverrückbar festzunageln. Es ist nur (s)eine Interpretation des Geheimnisses, das diesen merkwürdigen Ort umgibt. Aber wie es für guten Horror typisch ist, bleibt das meiste unbeantwortet.



BACKROOMS ist nun auf Scheibe erschienen, ich habe ihn mir dieses Wochenende angeschaut.
Hollywood ad absurdum. Was man aus diesem Film ziehen kann, ist das, was man mit hineinnimmt.
Für mich einer der besten Filme des Jahrzehnts.

Tipp, schaut vorher wenigstens den ersten Kurzfilm an, der das Phänomen gestartet hat. Wenn euch dieser Vibe zusagt und ihr diese "liminal spaces" mögt, wird euch der Kinofilm gefallen; könnt ihr hingegen gar nix damit anfangen und langweilt euch eher, dann spart euch auch den Kinofilm.

#5
Arena / Antw:[Serie] NEAGLEY (Amazon Prime Video)
23. September 2026, 15:41:50
Staffel 2 von NEAGLEY ist bestätigt, die Dreharbeiten sollen bereits laufen.
#6
Der Kinofilm zum Franchise ("The Legend of Zelda") läuft kommendes Jahr im April an. Erste Trailer dazu soll es bald geben, aber noch hält sich Nintendo bedeckt.
#7
Arena / Antw:[Serie] REACHER (Amazon Prime Video)
21. September 2026, 10:44:08
Auch hier lief jetzt die letzte Folge - ein wahrhaft fulminantes und sehr blutiges Finale. Eine weitere, gelungene Staffel der Actionserie. REACHER hat sich einen (guten) Namen gemacht, sein Hauptdarsteller Alan Ritchson steigt zum Star auf. Angeblich soll man ihn demnächst auch in der Hauptrolle von "Helldivers" (Videospiel-Verfilmung) zu sehen kriegen, die zuvor für Jason Momoa bestimmt war.
#8
Arena / [Serie] NEAGLEY (Amazon Prime Video)
21. September 2026, 10:34:07
Die erfolgreiche Actionserie "REACHER", basierend auf den Bestseller-Romanen von Lee Child, hat nun ihren ersten Spin-off erhalten: NEAGLEY.



In dieser neuen Serie übernimmt Frances Neagley, ehemaliges Mitglied von Reacher's Special Investigators, die Hauptrolle und ermittelt als Privatdetektivin in ähnlich brisanten Fällen wie ihr breitschultriger Mentor. Sie trat bislang in einigen REACHER-Staffeln als Sidekick auf. Aber Frances Neagley könnte erscheinungsmäßig unterschiedlicher kaum sein: die von der dänischen Schauspielerin und Ex-Schönheitskönigin Maria Sten verkörperte, dunkelhäutige Frances ist schlank und eher unscheinbar. Aber wenn es hart auf hart kommt, kann sie sich durchaus ihrer Haut erwehren.

Zusammen mit einem in der neuen Serie zusammenfindenden Team (Greyston Holt als Polizist Hudson Riley, Adeline Rudolph als Sekretärin Renee Birdwhistle und Jasper Jones als jugendlicher Delinquent Keno) ermittelt sie in einem vermeintlichen Unfalltod unter Drogeneinfluss eines alten Jugendfreundes. Dabei werden sie und ihre Freunde in eine finstere wie tödliche Sache hineingezogen, in der ein Erlöser-Kult sowie ein zwielichtiger Pharmaunternehmer die Strippenzieher zu sein scheinen.

Dabei folgt die Serie einigen typischen Versatzstücken klassischer Ermittlerserien, wobei sie aber - wie auch REACHER - ihre Themen ernst nimmt und ohne dümmlichen, selbstzersetzenden Humor auskommt. Trotzdem ist vieles, was Gegner und Plot angeht, durchaus "high octane" und mit Action durchsetzt. Ganz so viel Fratzengeballer und rohe, körperliche Brutalität wie in REACHER gibts nicht, die Gegner von Neagley and Friends sind aber wenigstens genauso rücksichts- und skrupellos. Fans der Pate stehenden Serie sollten sich also gleich heimisch fühlen.

Ich fand, trotz einiger Schwächen und Holperer, den Einstand von NEAGLEY insgesamt gelungen. Bedenkt man, dass die Schreiber diesmal nicht auf Romanvorlagen von Child zurückgreifen konnten, sondern was völlig eigenes kreieren mussten, ist das umso lobenswerter. Besonderes Lob aber verdienen Maria Sten, die es tatsächlich schafft, über die ganze Laufzeit hinweg zu überzeugen, sowie ihre drei interessanten Teammitglieder, die nicht nur gut gespielt sondern auch durch ihre kleinen Hintergrundgeschichten sauber in den Plot eingefügt werden. Als einer der Nebenstränge dieser Serie sei hier die Story um Neagleys bereits in REACHER thematisierte Berührungsphobie genannt, die in der Pilotstaffel näher beleuchtet und geklärt wird.

Am Ende der ersten Staffel (wieder 8 etwa einstündige Folgen, wie bei REACHER) wird der Boden für weitere Staffeln bereitet, den die Showrunner nun gern bestellen dürfen. Gute, mehr als solide Action- und Crime-Kost.
#9
Wenn ich meine eigene Zusammenfassung von vor 9 Jahren so durchlese, gewinne ich den Eindruck, dass viele der Dinge, die aus TOR für die 5E-Version addiert oder geändert wurden, mittlerweile wieder umgekehrt in die 2nd Edition von THE ONE RING zurückgeflossen sind. Vieles von dem, was oben steht, fand ich in unserer kürzlichen Testrunde TOR 2nd wieder.

Vielleicht waren sie aber auch schon in der Erstausgabe vorhanden und wurden nur aufgebohrt.
Wie dem auch sei, die 5E-Version wäre sicher auch nochmal eine Testrunde wert.
#10
Zitat von: Colgrevance am 15. September 2026, 10:13:03Danke für deine Erläuterungen - ich kann gut nachvollziehen, dass es schnell frustrierend wird, wenn die Vorstellungen des Charakters nicht zu den tatsächlichen Werten passen. Das ist leider ein Nachteil, wenn man mit komplett vorgefertigten Charakteren spielt. :-\

Ja, alles gut - und vollkommen verständlich. Weiter müssen wir das auch nicht vertiefen. Es spielten sicher auch gewisse Erwartungen/Annahmen von meiner Seite da mit rein. Vielleicht bei bekannten Settings/Franchises noch stärker als sonst.
#11
Zitat von: Colgrevance am 14. September 2026, 19:12:01Edit: Und wenn ein Charakter keinen Skill, keine helfende Ausrüstung und auch keine Unterstützung durch andere hat, darf aus meiner Sicht ein Scheitern durchaus eine hohe Wahrscheinlichkeit haben.

Es geht mir auch nicht darum, dass ein Charakter nicht scheitern sollte oder das er nicht auch irgendwo schlecht sein darf. In meinem speziellen Beispiel, dass ich angerissen habe, war es so, dass mein Charakter als Dunédain-Waldläufer des Nordens keinerlei Fähigkeit darin hatte, andere zu "ermutigen". Eine Chance von unter 10% erscheint hier in meiner Vorstellung extrem gering, wenn man sich seine größere Rolle als Beschützer der versprengten Menschen in der Wildnis anschaut. Zwar mag sein Vorzug "Kings of Men" dem hier entgegenwirken (ich habe ihn übersehen und nicht genutzt bzw. angefragt). Aber wenn man hier das Rollenspiel des Spielers in der jeweiligen Situation völlig ausklammert und nur auf seine (nicht vorhandenen) Fähigkeiten schaut, kann das ein bißchen frustig werden, weil es dann rein aufs Glück ankommt.
#12


Zusätzlich zu Brettspielen sollen bzw. können auch Rollenspielrunden angeboten werden. Vielleicht hat jemand von hier Lust?
Meldet euch gfls auf der Homepage (oder, wenn ihr sowieso hinfahrt, bietet einfach was an): Hankau spielt
#13
@Colgrevance: ja, ich preise hier den Zeitfaktor bei der initialen Beurteilung von TOR definitiv mit ein. Insofern würde ich gern nochmal mitspielen, falls sich das ergibt. Ich habe auch Interesse bekommen, nochmal in "Adventures in Middle-Earth" reinzugucken, dem 5E-Ableger der TOR 1st Edition.

Was die Behandlung von "Skillwürfen" (insbesondere Spieler vs. Charakter) angeht, so möchte ich hier nur kurz anmerken, dass ich das am liebsten nicht komplett voneinander trenne; also weder den Spieler vom Charakter, noch andersrum. Wenn ein Spieler im Spiel einfach passend zur Situation gut agiert/antwortet, dann berücksichtige ich das - es sei denn, sein Charakter hat z.B. einen Nachteil oder ist in einer Situation, die komplett dagegen sprechen würde, dass er so reagiert. Ist natürlich immer sehr subjektiv, aber es zählt ja die Historie der Art und Weise, in der ein Spieler bislang seinen Charakter verkörpert hat.
#14
Ich breite hier mal ungefragt meine Gedanken zur gestrigen TOR-Runde (oder eher dem Spielsystem) aus.

"Der Herr der Ringe" bzw. Mittelerde ist sicherlich einer der heiligen Gräle in Sachen Fantasy-Settings. Hier den Kanon zu verändern oder anzugreifen, grenzt für nicht wenige Spieler vermutlich an Blasphemie. Insofern haben es Rollenspiele imho in diesem Setting ungleich schwerer als andere. TOR siedelt seine Abenteuer/Kampagnen wohl in der Zeit zwischen den Ereignissen in "Der kleine Hobbit" und denen im "Herrn der Ringe" an, also als Sauron noch an Macht gewinnt und sein Einfluss erst zu wachsen beginnt, was SL ein wenig mehr Freiraum bei der Gestaltung lässt. Finde ich gut. Und so, wie ich das Einsteiger-Set verstanden habe, beschränkt sich der Handlungskreis von Abenteuern auf das Auenland und Eriador.
Systemtechnisch versucht TOR, Tolkiens Liebe zu bestimmten Elementen (etwa das Reisen) im "Crunch" zu erfassen. So verlaufen Reisen aber auf der Würfelseite recht abstrakt, Dinge wie Auskundschaftung, Orientierung und Erspähen von Hindernissen werden durch Fertigkeitswürfe abgehandelt. Je nachdem, wie gut oder schlecht diese ausfallen, errechnet sich durch zusätzliche Würfe auf Zufallstabellen dann, wie lange die Gruppe für einen Reiseabschnitt benötigt und/oder was ihnen passiert. Um hieraus am Ende aber ein befriedigendes Rollenspielerlebnis zu machen, muss das erzählerisch passend ausgeschmückt werden. Nur so wird aus den Würfen dann ein plastisches Erlebnis. Das ließ bei uns aufgrund der zeitlichen Enge dann einige Federn.
Hinzu kam - mein persönliches Empfinden - dass die Erfolgsaussichten einzelner Fertigkeiten der Charaktere arg schwankend ausfielen. Viele "Skills" gibt es eh nicht, wodurch das noch schwerer ins Gewicht fiel, wenn man mal was außerhalb seiner zentralen Rolle machen wollte. Etwa bei der Fertigkeit "Enhearten" (also "ermutigen") hatte ich keine Steigerungen oder "Spezialisierungen" (hieß nicht so, aber ich kenne die Begrifflichkeiten nicht mehr aus dem Kopf). Dadurch war am Ende meine Chance (ohne das jetzt hier rechnerisch exakt aufzudröseln), einen Wurf zu schaffen, auf 1 von 12 beschränkt. Unser SL erwähnte, dass das System wohl Schwierigkeitsanpassungen nicht vorsieht bzw. nur in Ausnahmefällen zulässt.
Ich fand das im Rahmen dieser Proberunde extrem sperrig - falls dies das richtige Wort ist. Ich glaube, hier hätte mir etwas mehr Granularität besser gefallen.
Der Kampf (wir hatten allerdings nur einen) war mir auch zu abstrakt. Man muss aber dazu sagen, dass das System hier noch mehr Optionen zulässt, als in der Einsteigerrunde vorgesehen waren. Ich will hier gerne zugeben, dass mir taktische Bodenpläne inhärent vertrauter sind, weswegen die abstraktere Abhandlung nach ringförmigen Kampfhaltungen (stances) und dem Zuordnen von Gegnern nach dem gleichen Muster zu wenig anschaulich waren. Ein Gefühl für Trefferwahrscheinlichkeiten und Schadensmengen stellte sich bei mir im Rahmen der kurzen Runde auch nicht ein, aber das ist sicherlich der fehlenden Zeit und Eintauchtiefe geschuldet.

Kurzum: alles in allem hat mich TOR nicht so überzeugt und konnte trotz meiner innigen Liebe zum Setting nicht den Haken in mich schlagen. Die Präsentation des ganzen Settings ist aber über jeden Zweifel erhaben.

#15
Wir waren gestern zu sechst, Colgrevance hat - wie angekündigt - TOR (The One Ring) 2nd Edition geleitet. Danke dafür!
Da einige um 18 Uhr schon wieder weg mussten, war es etwas gehetzt - aber wir konnten einen ganz guten Einblick in das Spielsystem gewinnen.
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