Autor Thema: The Wolf of Wall Street... Forbidden Lands - oder - Steffix GmbH & Co. KG  (Gelesen 497 mal)

Steff

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The Wolf of Wall Street Forbidden Lands
             oder
Steffix GmbH & Co. KG


 Wenn wir ins Dorf zurückkehren werde ich in die Schenke gehen, einen Mietling anheuern, und von ganz alleine unermesslich reich werden:

Ausgaben:
1.) Übernachtung im Schlafsaal: 0,2 Silber (=2 Kupfer)
2.) Krug Bier (deckt den Wasserbedarf für einen Tag): 0,2 S
3.) Schale Eintopf (deckt den Essensbedarf für einen Tag): 0,3 S
    Zwischensumme Lebensunterhalt: 0,7 S
4.) Arbeitslohn Mietling-Jäger: 0,6 S
   Dieser Arbeitslohn ist inkl. Kost, Logis, Krankenversicherung, usw...
   Der Jäger "Produziert eine Einheit Fleisch und Fell pro Tagesabschnitt Arbeit in der Wildnis". Ich lasse ihn zwei Tagesabschnitte arbeiten (dann kann er noch Schlafen und Netflixen).
Gesamt: 1,3 Silber

 Das Fleisch und die Felle verkaufe ich weiter.

Einnahmen:
2x Fleisch á 0,6 = 1,2 S
2x Fell á 0,8 = 1,6 S
Gesamt: 2,8 Silber

Gewinn: (Einnahmen minus Ausgaben : 2,8 - 1,3 =) 1,5 Silber


 Am zweiten Tag reinvestiere ich meinen Gewinn und schicke den Jäger noch mal los:
Ausgaben: 1,3
Einnahmen: 2,8
Gewinn: 1,5
Kapital alt: 1,5
Kapital neu: 3,0

 Am dritten Tag nutze ich das erhöhte Kapital, um auch den Bruder und den Vetter des Jägers anzuheuern:
Ausgaben: Lebenshaltung (0,7) plus 3x Lohn á 0,6 (1,8): 2,5
Einnahmen: (2x Fleisch + 2x Fell)x3 = 8,4
Gewinn: 5,9
Kapital alt: 3,0
Kapital neu: 8,9

 Am vierten Tag könnte ich 13 Jäger anheuern, nach einer Woche 6066 Jäger, welche mir einen Gewinn von insgesamt 16985 Silbermünzen bescheren, und am Ende der zweiten Woche würde mir meine Armee von 62,6 Millionen Jäger ein tägliches(!) Einkommen 175420675,2 Silbermünzen einbringen.


 Ok, ok, ich sehe ein, daß diese Blase früher oder später platzen muss.  ;)
Ich könnte also versuchen, leichtgläubigen Investoren Anteile an virtuellen Jägern und virtueller Beute anzudrehen. Das würde so lange funktionieren, bis jemand das Fleisch und die Felle tatsächlich haben will. Aber bis dahin bin ich längst über alle Berge und verkaufen fetten reichen Halblingen ihre eigenen abgesaugten Ärsche als Seife zurück.  8)

 Realistisch gesehen, wird es schon am vierten Tag nicht so weiter laufen, weil ich nicht glaube, in einem Dorf 13 Jäger auftreiben zu können, auch wenn sie häufig vorkommen.
 Auch drei Jäger gleichzeitig könnten schon schwierig sein, da die doofen Regeln einem vorschreiben, auf Manipulation zu würfeln, um einen Mietling zu... mieten. Würfe können scheitern, dadurch aber auch Willenskraft erzeugen. Aber die Aussicht auf eine "Festanstellung" könnte dafür sorgen, einen Jäger nicht jeden Tag aufs Neue anheuern zu müssen, oder zumindest als Banus auf den Würfelwurf gelten.
 Da aber jeder Jäger jede Woche eine Chance von 1:35 hat, einen "Arbeitsunfall" zu haben, wird man um ein gelegentliches anheuern/würfeln nicht herum kommen.



 Wird fortgesetzt.

« Letzte Änderung: 21. August 2020, 20:54:03 von Steff »
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Colgrevance

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Nicht schlecht. Da bist du ja bald der wichtigste Mann im Dorf Verbotenen Land.  ;D

Ich sehe noch ein Problem: Warum sollte der Jäger die 6 Kupfer von dir nehmen und dir Fleisch und Pelze überlassen, wenn er die doch so gewinnbringend selbst verkaufen kann? Da wird die Manipulationsprobe schon ganz schön schwer...

Steff

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Nicht schlecht. Da bist du ja bald der wichtigste Mann im Dorf Verbotenen Land.  ;D

Ich sehe noch ein Problem: Warum sollte der Jäger die 6 Kupfer von dir nehmen und dir Fleisch und Pelze überlassen, wenn er die doch so gewinnbringend selbst verkaufen kann? Da wird die Manipulationsprobe schon ganz schön schwer...

 Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Mal so als kleiner Teaser auf die Fortsetzung:

Der Mietling Wächter (häufig) bzw. die Dienstleistung Leibwächter (unüblich), für jeweils 1 Silber pro Tag, werden schon dafür sorgen, daß meinen "Mitarbeitern" nur die "richtigen" Gedanken kommen.  8)
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In deinem Eingangsbeitrag muesste es einmal Fell statt Fleisch heissen.

Probleme sind eine dynamische Wirtschaft mit Uebersaettigung des Marktes (sprich: fallender Preis) oder ein Aussterben der Tiere (dafuer erholt sich der Preis). Das war im Wilden Westen das
Problem- gute Preise fuer Biberpelz - und innerhalb weniger Jahre harte man sie fast ausgerittet ...
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

Steff

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In deinem Eingangsbeitrag muesste es einmal Fell statt Fleisch heissen.

Probleme sind eine dynamische Wirtschaft mit Uebersaettigung des Marktes (sprich: fallender Preis) oder ein Aussterben der Tiere (dafuer erholt sich der Preis). Das war im Wilden Westen das
Problem- gute Preise fuer Biberpelz - und innerhalb weniger Jahre harte man sie fast ausgerittet ...

 Als ich meiner Frau (Buchhalterin, keine Rollenspielerin) voller Stolz den kleinen Trick und die Exceltabelle gezeigt hat, welche mir die Zahlen geliefert, gezeigt habe und auch gleich die Einschränkung gemacht habe, daß eher früher als später die Anzahl der in einem Dorf zur Verfügung stehenden Jäger ein Problem werden könnte, meinte sie nur staubtrocken: "Steht das irgendwo?"

 So soll uns diese lakonische Frage/Feststellung als Mantra dienen, und als Totschlagargument für alles und jeden, der/die/das da kommt mit Argumenten wie Angebot & Nachfrage, die Einheiten Holz in einem Wald sind begrenzt, was fressen die Schweine im Schweinestall, wie viele Mietlinge, NSCs und SCs kann eine Festung beherbergen, egal ob Kate oder Palast; usw. usf.


 Und um noch mal auf Colgrevances Frage zurück zu kommen, warum sollte sich der Jäger mit dem Lohn zufrieden geben, selbst wenn er wie von den Regeln vorgesehen als Mietling in einer Festung angeheuert wird, statt die Ressourcen selber zu verkaufen?
Antwort 1: Weil er doof ist.
Antwort 2: Weil wir ihm in der Festung Unterkunft bieten (Essen und Trinken sind im Lohn enthalten.
Antwort 3: Weil es in den verfickten Regeln steht. Und zwar genau so und nicht anders.  8)
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Man darf halt nicht vergrssen: Es sind praktikable Regeln für ein Abenteuerspiel, nicht aber für eine Wirtschaftssimulation.

Ich behaupte gar, dass Regeln, die sich zur Wirtschaftssimulation eignen, schlechter für das Abenteuerspiel eignen.
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Fortsetzung

 Na gut, na gut. Sogar ich sehe ein, daß das von mir postulierte exponentielle Wachstum in meinem Geschäftsmodell vielleicht ein bisschen unrealistisch sein könnte.

 Die ewige SpaßbremseTM, der SL, könnte z.B. entscheiden, daß in jedem Hexfeld (Wildnis/Dorf/Stadt) nur X (1/W6/W8) Jäger potentiell zur Verfügung stehen, und man sie jeden Tag aufs neue anheuern muß, sprich Manipulieren. Jedenfalls solange man keine Festung hat.

 Des weiteren könnte bestimmt werden, daß pro Hexfeld nur ein Mietling jeder Art arbeiten kann. Zum Glück ist beim Jäger die Rede davon, daß er "in der Wildnis" arbeitet. Beim Holzfäller hingegen sind explizit die Geländetypen WALD oder TIEFER WALD gefordert. So wie ich das Setting verstehe, ist dank des Blutnebels so ziemlich alles außerhalb der Dorfmauer Wildnis.  ;) Die Tabelle für Jagdbeute Listet unter anderem Maus, Krähe und Hase, welche meiner Meinung nach auch in Ruinen und Dörfern anzutreffen sind. Ergo, der Jäger kann fast überall arbeiten.
 Falls weder Hochgebirge noch Marschland in der Nähe sind, könnte man trotz der Einschränkung bis zu sieben Jäger beschäftigen. Einen in der Umgebung des Dorfes und je einen pro benachbarten Hexfeld.

 Um doch noch irgendwie zum Dagobert Duck Klaas Klever der Verbotenen Lande zu werden, und risikofrei Reich zu werden, heuere ich Holzfäller an. Ähnlich wie der Jäger hat der Holzfäller-Mietling den Vorteil, daß er für seine Arbeit kein spezielles Gebäude benötigt, sondern nur die vorher erwähnten Geländetypen Wald und tiefer Wald. Leider lassen sich die Regeln nicht darüber aus, ob sich die eigene Festung in einem Waldhexfeld befinden muß, um Holzfäller Holz fällen zu lassen, oder ob er auch in ein Nachbarfeld gehen würde. Und dann wäre auch noch die Frage, ob dann die Regeln zum Marschieren greifen, und ob das in der Arbeitszeit mit drin ist, oder nicht. Das gleiche würde dann auch für die Jäger gelten.
 Jedenfalls verlangt ein Holzfäller 4 Kupfer und liefert dafür 4 Einheiten Holz zu je 3 Kupfer. Gewinn für mich: 8 Kupfer.
Oder 2 Kupfer und 2 Einheiten Holz.

 Holz hat gegenüber Fleisch und Fell den Vorteil, daß es nicht verdirbt.
Ich kann es also lagern und später für eigene Zwecke nutzen.
(Wenn ich alle verfügbaren Holzfäller beschäftige und alles auf dem Markt verfügbare Holz aufkaufe, habe ich das Monopol und kann die Preise diktieren!!!!!1111einseinself)

 Aber egal was ich mache, sobald ich damit Erfolg habe, wird dies früher später Neider, Räuber, oder womöglich sogar … Konkurrenz auf den Plan rufen.
Also muß ein Mitglied eines Motorradclubs ein "Gewerkschafter" eine Wache her.
Lohn: 1 Silber
Verbreitung: häufig
Interessant: "Eine WACHE ist stets einsatzbereit, selbst falls sie gerade außer Dienst ist". (Ja, auf den dicken Clemenza ist Verlass.  8))

 Die Wache
- bewacht mich
- bewacht das Kapital
- bringt Boni beim Anwerben/Manipulieren (Überzahl, keine Gefahr/Kosten, "überzeugend")
- sorgt dafür, daß die Ressourcen arbeitsvertragsgemäß an mich übergeben werden, und nicht etwa den Gewinn selber einstreichen.

 Kann sein, daß ich früher oder später mehr Wachen brauche. Eine Leibwache für mich, eine Wache für das Kapital, wenn es zu viel geworden ist, als daß ich es mit mir rumtragen könnte; eine Wache für den Holzstapel, usw.

 Natürlich könnte auch einer der anderen Murderhobos Mitspieler die entsprechenden Aufgaben übernehmen, aber:
- die lassen sich nicht mit Hungerlöhnen abspeisen.
- die müssen Würfeln, Mietlinge haben automatisch Erfolg.
- deren Loyalität ist eher zweifelhaft.  ;D


 Andere Mietlinge lohnen nicht, weil sie für ihre Arbeit entsprechende Anlagen benötigen (Bäckerei, Schmiede, Schneiderei...). Die gibt es zwar nicht nur in Festungen, sondern auch Dörfern. Aber deren Nutzung ist bestimmt mit Geld oder Manipulieren verbunden. Das hält nur auf.


 Man könnte jetzt natürlich anmerken, daß das alles nur funktioniert, also Mietlinge anheuern und deren Dienste in Anspruch nehmen, wenn man über eine eigeneFestung verfügt. Weil es so und nicht anders in dem Regelbuch steht.
 Das wirft aber einige Fragen auf. Z.B: wo wohnen die Mietlinge? In der Festung? Wenn ja, wie viele Mietlinge kann die Festung beherbergen? Im Regelbuch steht dazu nichts. Es gibt keine "Barracken", "Unterkünfte" oder so. Wohnen sie in "ihrer" Anlage (Bäckerei, Mühle, Kerker, Acker, Galgen...) Was ist dann mit Jägern, Holzfällern und Wachen?
 Wenn sie nicht in der Festung Wohnen, sondern "Zuhause", wie kommen sie dann zur Arbeit?

 Wenn sie "Zuhause" wohnen kann der SL nicht argumentieren, daß man für die Kosten ihrer Unterkunft aufkommen muß, wenn man sie ohne Festung anheuern will.
 Wenn sie in der Festung wohnen, stellt sich die Frage, wie groß ist der zur Verfügung stehende Wohnraum? Offensichtlich unendlich, denn eine Festung kann alles mögliche sein. Das Regelbuch erwähnt unter anderem: eine alte Burg, ein Verlies, eine alte Burgruine, eine Kate, ein Steinhaus, ein Bauernhof, einen Palast.
- Ein Palast hat sicherlich sehr viel Platz für Mietlinge. Und auch einen Kerker, einen Schießstand und sogar einen Garten kann ich mir vorstellen. Aber eine Mine? Einen Steinbruch? Mühle? Schweinestall?
- "Oh, zum glück wurde diese alte Burgruine über einer Eisenerzader errichtet, so daß wir eine Mine bauen können!"  ;)

 Falls der SL meinen kleinen Trick zulässt, aber bestimmt, daß ich zusätzlich zum Lohn auch noch für die Unterkunft der Mietlinge aufkommen muß, ist das zwar lästig, aber nicht weiter schlimm. Die 2 Kupfer pro Kopf verringern den Gewinn nur ein wenig, verhindern ihn aber nicht.
 Ärgerlicher wäre es dann schon, die Mietlinge jeden Tag aufs Neue anheuern zu müssen, auf Manipulieren zu würfeln. Würfeln kann scheitern. Und scheitern bedeutet keinen Gewinn und trotzdem eigene Unkosten.

 Früher oder später wird es also tatsächlich Zeit für eine eigene Festung.

Wird fortgesetzt.
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Re: The Wolf of Wall Street... Forbidden Lands - oder - Steffix GmbH & Co. KG
« Antwort #7 am: 03. September 2020, 23:56:03 »
Fortsetzung

 Hm, wenn man tatsächlich für die Unterkunft eines Mietlings aufkommen muß solange man keine eigene Festung hat, dann verzögert das nur die Reichwerdung, und verhindert sie nicht. Man muß die Unterkunft ja nur zahlen, wenn man den Mietling auch tatsächlich angeheuert hat.
 Der Jäger generiert dann also "nur" noch 2,0 Silber und der Holzfäller 0,6 Silber (oder 2 Holz).

 Das zu erwartende Einkommen wird also durch die Anzahl der täglich zur Verfügung stehenden Mietlinge und durch die eigene Fähigkeit diese anzuheuern (sprich Manipulieren) begrenzt.

 Bei jeweils 1W6 Jägern und Holzfällern nimmt man zwischen 2,6 und 15,6 Silber ein. Durchschnittlich 9,1 Silber.

 Die eigenen Unkosten reduzieren die Einnahmen um 0,7 Silber.
Also liegt die Gewinnspanne bei 1,9 bis 14,9 Silber, und durchschnittlich bei 8,4 Silber.

 Leider fallen die Unkosten auch an, wenn man keinen Erfolg beim Manipulieren hat, man also keinen einzigen Mietling anheuern kann.
Jedes mal, wenn das so ist, reduziert sich das Kapital um 0,7 Silber.
 Die Chancen, daß das so ist, hängen natürlich vom Attribut und dem Fertigkeitswert ab.
 Wenn es möglich ist, kann man die Würfel ruhig strapazieren. Willenskraftpunkte kann man immer gebrauchen, und man hat ja nach dem Leute anheuern nichts weiter zu tun. Falls man einen Händler spielte, sollte man zwingen jeden Wurf bei dem es möglich ist strapazieren, da man mit Stufe 3 des Talentes Weg des Goldes für jeden WP 1 Goldmünze "findet" (als Halbelf sogar WP+1 Goldmünzen).
 Leider darf man seinen Wurf nur dann strapazieren, wenn zusätzliche Erfolge auch weitere Vorteile bringen.

 Das schlechteste Ergebnis ist es also, wenn man keinen einzigen Mietling anheuern kann, dann macht man 0,7 Silber Miese.
 Das zweitschlechteste Ergebnis wäre es, wenn man nur einen einzigen Holzfäller anheuert, dann macht man 0,1 Silber Miese.
 Mit zwei Holzfällern macht man schon 0,5 Silber Gewinn, und mit einem einzigen Jäger 1,3 Silber.

 Wird fortgesetzt.
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Re: The Wolf of Wall Street... Forbidden Lands - oder - Steffix GmbH & Co. KG
« Antwort #8 am: 19. September 2020, 23:03:36 »
Fortsetzung


Würfeln

 In dem doofen Regelbuch steht ja, daß man auf Manipulieren würfeln muß, um einen Mietling (für seine Festung) anzuheuern. Aber dort wird auch empfohlen, nicht zu oft zu würfeln.
Zuerst auf die Anzahl der zur Verfügung stehenden Mietlinge (Holzfäller und Jäger) zu würfeln und anschließen jeden einzeln zu manipulieren, ist eindeutig "zu oft".
 Also könnte man stattdessen einmal auf Manipulieren würfeln, und jeder Erfolg zählt dann als ein erfolgreich angeheuerter Mietling. Das hat den Charm, seinen Wurf strapazieren zu können/dürfen, da einem zusätzliche Erfolge ja tatsächlich Vorteile bringen, und daß man so die Möglichkeit hat, sich WP zu ergaunern.  ;D
 Neben den üblichen Modifikatoren könnet man noch die Größe der Siedlung einfließen lassen (Weiler -1, Dorf +/-0, Stadt +1). Es gibt auch Ausrüstung, die einem entsprechende Ausrüstungsboni verleiht, nämlich edle Kleidung und silberne Gürtelschnalle, aber beides ist teuer und selten. Man kann sie sich also nur mit genügend Startkapital leisten und man braucht Glück beim Verfügbarkeitswurf.
 Wobei mir persönlich der Gedanke sehr gut gefällt, einen Holzfäller durch hübsche Kleidung leichter rumzukriegen, welche ich mir von dem Gewinn kaufe, den mir seine Dienstleistung eingebracht hat.  ;D


 Wie stehen jetzt aber meine Chancen?
 
 Zum Glück stehen die Erfolgswahrscheinlichkeiten ebenfalls im Regelbuch, so daß ich selber jetzt nicht groß rumrechnen muß.
Der Fertigkeitswert für Manipulieren liegt bei Spielbeginn irgendwo zwischen 2 und 10.*
Zehn? Ja, Zehn (10)!!!!
Maximum Attributpunkte + Volk (Mensch oder Halbling) + Beruf (Barde oder Händler) = 6
Maximum Fertigkeitspunkte bei Berufstalenten (Barde, Händler, Schurke oder Zauberer) = 3
Ausrüstungsbonus silberne Gürtelschnalle (8 Silber; Chance als Startgeld mindestens 8 Silber zu würfeln: Barde 12,5%, Händler 41,6%, Schurke 30%, Zauberer 12,5%, alle anderen 0%) = 1

 Mit 2 Würfeln beträgt die Erfolgschance 31% (strapaziert 50%).
 5 Würfel = 60% (81%)
 10 Würfel = 84% (96%)

 Selbstverständlich versuche ich zuerst, Jäger anzuheuern, und wenn ich anschließend nicht gebrochen bin, auch noch Holzfäller.
Blöd wäre es nur, wenn der/die/das SL entscheidet, daß man pro Tagesabschnitt nur eine Gruppe zu manipulieren versuchen kann, und Tagesabschnitte mit Tageslicht eine Rolle spielen.


* Ach ja, der Bevölkerungsmodifikator kommt ja noch dazu. Also 1 bis 11 Würfel. In letzterem Falle stelle man sich bitte vor, wie mein Charakter mit seinem Pickup Eselkarren ein paar mexikanische orkische Tagelöhner von einer gewissen Straßenecke abholt.  8)


Wird fortgesetzt.
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