Autor Thema: [DS Nordana Spielbericht A06] Das Grab der dunklen Lords  (Gelesen 940 mal)

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und auf ging es in das zweite Abenteuer für den Schwarzmagier Aras Velan im Rahmen der Nordana Kampagne. diesmal mit dabei: Ugar, der Barbar, die Zwerge Grognar, Balin Eisenhammer und Torax, sowie das Langohr, dessen Namen ich vergessen habe . . .
Gespielt wurde wieder beim Rollenspiel Ding, jedoch nicht wie die Male zuvor eines der offiziellen Dungeons2Go, sondern eine Eigenkreation des Spielleiters sico.

Tagebucheintrag von Aras Velan
Gestern erreichte uns die schreckliche Nachricht, dass unser Gildenmeister Byrax Feuersänger, der in den hohen Norden Nordana's gezogen ist um dort den Aufbau einer Kolonie zu unterstützen und das Werk der Gilde dort zu etablieren, furchtbar erkrankt ist. Wir sollten seine einzige Hoffnung sein, und mit den heute aufgebrochenen Siedlern nach Norden ziehen, um ihm eine Schatulle mit einem heilenden Artefakt zu überbringen.

Wir zogen im Morgengrauen los. Allerdings herrschte derartiger Tumult in einer der Straßen in Brix, dass wir vorläufig nicht weit kamen. Grund für die Aufregung, war die Hinrichtung eines alten Bekannten. Der Räuberchef aus dem Dämmerwald,  Tarok, sollte sein Ende auf dem Schafott finden. Als er unseren Barbaren in der Menge erkannte, spuckte er Gift und Galle, und verfluchte unser Dasein . . . Verzweifelter . . .

Nachdem wir nun am frühen Morgen schon Zeuge einer Hinrichtung waren, ging es endlich weiter nach Norden. Die ersten Stunden der Reise verliefen ohne weitere Ereignisse, doch als wir auf der Höhe des Pelzzacken am Dämmerwald entlang zogen, kam ein großer Bär aus dem Unterholz auf mich zu. Es war der Vater der drei Bärenjungen, die Lierendiel, Grognar und ich nach dem Tod der Mutter, ich muss gestehen ich fühle mich da schon etwas schuldig, zur Pflege an uns nahmen. Ohne zu zögern nahm ich den kleinen Meister Petz von meiner Schulter und setzte ihn auf den Boden, Grognar tat es mir gleich. Die drei Bären beschnupperten sich, gaben einige Laute von sich, und zogen ohne uns weiter zu behelligen in den Wald ab. Das hätte auch anders ausgehen können.

Die Nacht brach herein, das Lager wurde errichtet, Zelte aufgebaut, Holz gesammelt und die zehn Milizionäre teilten ihre Wachen ein. Die etwa 30 Siedler, die nicht für die Wache eingeteilten Milizionäre und wir wurden schlafen geschickt, weil es morgen ein ähnlich Rastloser Tag wie heute werden würde.
Mitten in der Nacht wurde ich von lautem Getöse geweckt. Die Nachtwache hatte einen Goblin bemerkt, der sich im Lager an den Wertsachen der mitreisenden zu schaffen machen wollte. auf den ersten Blick fehlte nichts. Auf den zweiten Blick konnten wir unser Unglück nicht fassen: das Kästchen mit dem Artefakt war verschwunden.

Wir meldeten uns beim Hauptmann der Miliz ab und folgten den Spuren des Goblins in die Nacht. Nach kurzer Hast kamen wir zu einem Steinkreis. Wenn hier mal Magie gewirkt wurde, dann war sie lange erloschen. Allerdings gab es eine seltsame Steinplatte. Sie schien gegen eine senkrechte Felswand zu lehnen und war mit unheimlichen alten Runen beschrieben. Bei genauerer Betrachtung, war sie nicht gegen die Felswand gelehnt, sondern verschloss einen Eingang zum dahinterliegenden Gewölbe. Die Goblinspuren führten rechts neben der Steinplatte in das Gewölbe, wo durch Erosionen ein etwa ein Meter hoher und weniger als einen Meter breiter Spalt freigelegt wurde. Ugar zwängte sich als erstes durch den natürlichen Eingang, wir anderen folgten mit dem Licht der Fackeln. Uns bot sich ein verstörendes Bild. Auf dem Boden war mitten im Raum eine große, runde Steinplatte mit Relief eingelassen, das die Fratze eines Geschuppten zeigte, und vier Särge zierten die die Wände an den Seiten. Bei der Untersuchung der Steinplatte flogen die Sargdeckel auf und die Toten erhoben sich um uns das Leben schwer zu machen. Die vier Skelette kamen auf uns zu. Eines Schlug mir wohl derart ungünstig auf den Kopf, das ich bewusstlos zu Boden ging. Als ich wieder erwachte, waren nur noch vier Haufen Knochenmehl von den Skeletten übrig.

Die Spuren der Goblins führten vom Eingang eine kleine Treppe nach oben und direkt auf eine Wand zu. Die Wand war nicht zu öffnen, als entschlossen wir uns die Treppe nach oben zu gehen. Sie führt auf einen zwanzig Schritt langen und zwei Schritt breitem Steg, der in etwa drei Metern Höhe über das größte Vorstellbare Rattennest hinweg führt. Es müssen Zehntausende Ratten gewesen sein. Nach den ersten drei Schritten auf dem Steg, fegte es Ugar hinunter. Ein Pendel das von einer Seite der Decke zur anderen Schwang traf ihn mit voller Wucht und warf ihn hinunter zu den Ratten, welche sofort über ihn herfielen. Wir warfen ihm ein Seil zu und er konnte sich wieder hochziehen. Ich versuchte die Decke mit einem Feuerstrahl auszuleuchten und wir mussten entsetzt feststellen, dass etwa jeden Schritt eines dieser Pendel angebracht war, zwanzig Pendel an der Zahl. Es gelang Grognar mit einem Schwebetrank die andere Seite zu erreichen. Er konnte den Mechanismus mit einem Hebel am anderen Ende des Stegs Deaktivieren und wir anderen gelangten hinüber.  

Dieser Raum war nicht weniger Seltsam als die, die wir bisher gesehen hatten. In einer Wand war eine Tür, offensichtlich magisch Versiegelt. Auf der Gegenüberliegenden Seite züngelten drei Flammenstrahle aus Löchern in der Wand etwa vier Schritt in den Raum hinein. Durch dieses Feuer war es hier unnatürlich heiß. Und mitten im Raum befand sich wieder ein Kreis auf dem Boden. Diesmal war er durch die alten Runen abgezirkelt, die auch schon auf dem Eingangsportal zu lesen waren.  Der mutige Zwerg Torax tat einen Schritt hinein. Ein Stimme, durch Mark und Bein dringend, erfüllte den Raum: „MEIN LICHT WEIST EUCH DEN WEG.“ Was konnte dieses Rätsel bedeuten? Wir probierten vieles um die Tür zu öffnen. Wir schlugen auf sie ein, bearbeiteten sie mit Magie, mit Tritten, mit Waffen, doch nichts half. Schließlich hielt ein Gruppenmitglied eine Brennende Fackel an die Tür, und das Schloss sprang auf.
Die Freude über den neu entdeckten langen Gang hielt nur kurz, denn schnell wurden wir von gut zwei Dutzend ausgehungerter Blutfliegen angefallen. Wir klopften uns gegenseitig das Blutsaugende Gesindel vom Rücken und unser Heiler Torax konnte anschließend die Wunden versorgen. Wir müssen ausgesehen haben, wie eine Affenhorde, die sich gegenseitig entlaust.

Wir folgten dem langen Gang bis hinter eine Kurve die in einen vier Meter langen Gang führte. Auf jeder Seite des Gangs befand sich eine Tür. Wir entschlossen uns zuerst für linke. Ugar betrat den Raum nicht besonders Leise und wurde quasi sofort von zwei gewaltigen Monsterspinnen angegriffen. Die Wandkrabbler setzten uns wirklich zu. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis wir sie bezwangen. Wir öffneten die zweite Tür in dem Gang. Sie führt offensichtlich in eine Kerkerzelle. Außer Abfall war hier nichts mehr zu finden. Wir folgten also der zuerst geöffneten Tür.

Wer auch immer dieses Gewölbe erbaut hat muss extrem schlechtes Karma gehabt haben. Hier Fand sich neben einer Streckbank ein Blutüberschmierter Altar einer alten Boshaften Gottheit. Auch hier war die Magie glücklicherweise lange erloschen. Wir zerschmetterten die Statue auf dem Altar mit unseren Waffen. Am anderen Ende der Folterkammer gingen wir durch die nächste Tür.

Dieser Raum war bis auf ein Bücherregal und eine weitere Tür vollkommen leer. Im Regal standen Bücher, die auf den Buchrücken wieder die Schrecklichen Symbole vom Portal trugen. Torax ertrug die Symbole nicht länger und warf das Regal um. Die Bücher lösten sin in Staub auf. Aus dem Regal fielen leider auch zwei Phiolen heraus und zerbrachen. Die rötliche Flüssigkeit, vermutlich Heiltrank, vermischte sich mit dem Staub. Außerdem hörte man ein leises metallenes Klimpern als das Regal fiel. Nach kurzen Suchen entdeckten wir einen kleinen Schlüssel mit dem Torax die nächste Tür öffnen konnte.
Wir fanden uns in einem etwas breiteren Gewölbegang wieder. Auch hier war es erdrückend warm. Grund war diesmal eine Raumhohe Feuerwand, die den Weg geradeaus versperrte. Nach links führte ein Weg weiter auf einer Seite eine Tür. Wir öffneten die Tür.

In einem Lagerraum überraschten wir einen Goblin, der offensichtlich Vorräte sortierte. Wir waren wohl genauso überrascht wie wir, denn es dauerte gefühlte Ewigkeiten, bis Ugar auf ihn Losstürmte nachdem der Goblin das Alarmsignal quiekte. Der Schlag trennte dem Goblin den Kopf glatt ab. Die Anderen beiden Goblins bekamen einen Pfeil unseres Langohrs und einen Feuerstrahl zu spüren. Wir durchsuchten das Lager und fanden unsere Kiste. Die Kiste war noch Versiegelt und das Artefakt, das unseren Gildenmeister retten sollte, unversehrt.

Was wären wir für Abenteurer, wenn wir nicht noch versuchen würden die Flammenwand zu beseitigen und das restliche Gewölbe zu erkunden?
 
So suchte ich die Wand in der Nähe der Flammenwand ab und fand, nachdem ich mich bis unter die Decke gestreckt habe kleinen Schalter der die Flammenwand deaktivierte.
Hinter der Wand war wieder ein Kreis auf dem Boden gezogen. Diesmal umgingen wir ihn Vorsorglich. Hinter dem Kreis führte eine breite Steintreppe hinunter  in eine Hohe Krypta. die drei Särge an den anderen drei Wänden wurden von unseren Zwergen Grognar und Balin nicht beachtet, als sie auf den großen Haufen Gold mitten im Raum zustürmten. Sie griffen danach, ihre Gier überwältigte sie. Die Deckel der drei Särge öffneten sich und drei gewaltige und schwer gerüstete Skelettkrieger entstiegen den Särgen. Sie schrien unsere Zwerge an: „Für euren Frevel das Verfluchte Gold zu begehren werdet ihr bezahlen!“

Ein erbitterter Kampf entbrannte. Pfeile flogen, Stahl schmetterte, Feuer brannte. Torax war vollkommen überfordert als erst Ugar und kurz darauf Balin zu Boden gingen. Der Rest der Gruppe war schwer angeschlagen. Und dann geschah das unvorstellbare. Torax und das Langohr betraten den Kreis oberhalb der Treppe. Wie aus dem Nichts erhoben sich acht weitere, kleinere Skelette. Verzweifelt warf ich Feuerstrahlen gegen die beiden die mich angriffen. Ich konnte sie Pulverisieren. Ich rannte zum Ohnmächtigen Ugar um ihm einen Heiltrank einzuflößen und war zum Glück nicht zu spät. Er Erhob sein Schwert erneut zum Kampf und erschlug den ersten Skelettfürsten. Die Gruppe der Skelettdiener wurde nach und nach pulverisiert. Grognar gelang es den zweiten Skelettfürsten aus dem getümmel zu drängen. Er focht wie ein wilder bis es ihm schließlich gelang, den Skelettfürsten in die wieder erstarkte Flammenwand zu treiben. Die Knochen wurden schwarz und es stank widerlich. Ein Pfeil flog aus dem Hintergrund an Grognar vorbei und riss den Kopf des Skelettfürsten von den Gebeinen. Die dunkle Aura um ihn erlosch und das Gerippe zerfiel.  Die Skelettdiener waren nun auf eine angenehme Anzahl von Null dezimiert und der letzte Skelettfürst erschien nur noch wie die Kühr zu dieser epischen Schlacht. Und wieder war es ein Pfeil unseres Langohrs, der den Sieg brachte. Der Schädel des Fürsten platzte in einer Staubwolke.

Wir hatten es geschafft . . . wir überlebten.

Die Skelettfürsten trugen einige magische Ringe, die wir genau wie den Goldhaufen aufteilten. Doch das war nicht das wichtigste, wir mussten weiter. Feuersänger zählt auf uns!
Nach einigen Stunden Reise haben wir den Siedlerzug wieder eingeholt. In der Sicherheit der Gruppe erreichten wir nach wenigen Tagen die Unterkunft unseren Gildenherren. Das Artefakt konnte ihm Heilung verschaffen und wir sind Dankbar einmal mehr nach einer Solchen Erfahrung überlebt zu haben.



Ich hoffe euch hat der Spielbericht gefallen ;)
Kritik bitte wie immer Direkt hier ;)

Gruß

Orter
« Letzte Änderung: 19. Juni 2012, 20:55:42 von Orter »

sico72

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Re: [DS Nordana Spielbericht A06] Das Grab des dunklen Lords
« Antwort #1 am: 18. Juni 2012, 16:13:43 »
Super Spielbericht. Danke dafür. Hat Spass gemacht den gestrigen Nachmittag nochmal aus sicht eines Spieles zu erleben.

Steff

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Re: [DS Nordana Spielbericht A06] Das Grab des dunklen Lords
« Antwort #2 am: 18. Juni 2012, 17:00:58 »
Ugar sagt:
Ui, ui, ui... ich muß wohl zuviel auf den Kopf bekommen haben... oder der Feuerstrahlschlaumeier haben Hälfte vergessen. Wenn Ugar richtig erinnern, dann hat einer der kleinen Männer mit den langen Bärten einen der Knochenkönige in dessen eigene Feuerfalle zurück gedrängt, wo der dann schön gebruzzelt hat.  ;D
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Re: [DS Nordana Spielbericht A06] Das Grab des dunklen Lords
« Antwort #3 am: 18. Juni 2012, 17:29:40 »
Ugar sagt:
Ui, ui, ui... ich muß wohl zuviel auf den Kopf bekommen haben... oder der Feuerstrahlschlaumeier haben Hälfte vergessen. Wenn Ugar richtig erinnern, dann hat einer der kleinen Männer mit den langen Bärten einen der Knochenkönige in dessen eigene Feuerfalle zurück gedrängt, wo der dann schön gebruzzelt hat.  ;D

hmm
das hab ich wirklich vergessen ^^

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Re: [DS Nordana Spielbericht A06] Das Grab des dunklen Lords
« Antwort #4 am: 18. Juni 2012, 17:55:26 »
Das war doch mit das beste! Ich bitte um Ergänzung!
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

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Re: [DS Nordana Spielbericht A06] Das Grab des dunklen Lords
« Antwort #5 am: 18. Juni 2012, 18:00:20 »
Das war doch mit das beste! Ich bitte um Ergänzung!

ich habe fertig ;)
ich hoffe das war der richtige zwerg . . . ^^
« Letzte Änderung: 18. Juni 2012, 18:04:51 von Orter »