Autor Thema: Wochenendkrieger (LARP-Doku)  (Gelesen 2473 mal)

Greifenklaue

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Re: Wochenendkrieger (LARP-Doku)
« Antwort #15 am: 21. Januar 2015, 18:57:41 »
Fand den auch nett, zu 95% nur symphatische Leute, die ihr Hobby leben und lieben.

(Die 5% ist dann der Grüne, der sich abfällig über Anführertypen äußert ... Was ja so sein mag, aber nicht im Rahmen der Doku, weil es klingt wie, die ganzen anderen, die keine Anführer sind wie ich, sind Vollspackomaten. Der fängt glaub ich auch an mit LARP als Flucht aus dem Alltag ...)

Ansonsten weniger eine Doku für Leute, die mehr über LARP wissen wollen, sondern eher für LARPer, Großcon'ler oder einfach Interessierte an tollen Kostümen, kreativen Leuten und Fantasy-Flair.

Aber eine Doku, die LARP positiv darstellt, ist schonmal ne feine Sache.

"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

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Re: Wochenendkrieger (LARP-Doku)
« Antwort #16 am: 22. Januar 2015, 17:15:36 »
Wobei zumindest eine der Darstellerinnen (Lenora die Elfenkönigin) ein wenig enttäuscht vom Regisseur war. Ich zitiere mal:
Was Thanatos sagt... und zumindest in meinem Fall war auch neben der konstruierten Geschichte der geamte Charakterhintergrund total vom Regisseur (ohne Absprache) ausgedacht. Das habe ich dann auch erst im fertigen Film zu sehen bekommen und auf meine Einwände (auch zu vielen anderen Sachen) wurde nicht eingegangen.
An anderer Stelle habe ich ja schon einiges zum Film angeschnitten. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Regisseur von vorn herein eine Geschichte und Stereotypen im Kopf hatte, nach denen gezielt gedreht und in manchen Fällen gelenkt, gelogen, zuletzt auch arg geschnitten wurde. Spielfilm statt Doku. Wir hatten auch beim Dreh viel Ärger wegen fehlender Rücksichtsnahme, sodass wir dann Szenen extra gestellt haben, damit er uns in Ruhe spielen lässt. Daher finde ich meine IT-Szenen auch alle so krass grausam, weil ich genau sehe wie ich innerlich koche und so völlig raus aus dem Spiel bin -.-
Naja... ich hoffe, der Film verschwindet bald in einer Schublade ;P

Und:
@Alex
Ja schon :) Ich schäme mich auch nicht dafür, dass ich schüchtern bin und dass es mir zb. schwer fällt etwas von mir zu zeigen, weil ich sehr kritisch mit mir bin. Das ist alles ok - da stehe ich dazu. Aber wenn ich offen angelogen werde, ist das was anderes :( ("Die Kamera ist aus") oder "mach mal das und das - das brauchen wir nur als Test". Und wenn Aussagen so geschnitten werden, dass sie sogar im Sinn anders sind, finde ich das leider gar nicht in Ordnung. Da wurde Vertrauen schon sehr ausgenutzt und das hat mich auf jeden Fall sehr abgeschreckt.

Und sonst was Max sagt - ich wollte diese Charakterdarstellung gar nicht und Charaktergefasel ist immer langweilig. Ich hatte beim Dreh mehr Szenen als Spielleiter (was ich eigentlich wollte), wo ich viel erklärt habe und immer die Vielfalt betont habe. Auch die Vielfalt sich auszuprobieren. Lenora kam dann nur ins Spiel als Beispiel für Mittel meinen Hintergrund mit anderen zu vernetzen und mich kreativ auszutoben. Ich habe mehrfach betont, dass ich für wirkliches Spiel viele verschiedene Projekte habe und solche Konzepte wie Lenora jetzt ist (die hat sich ja auch über viele viele Jahre so entwickelt) dafür nicht wirklich geeignet sind. Aber das hat eben nicht in das Vorhaben gepasst und dann wurde sich diese schreckliche Geschichte ausgedacht - ohne, dass ich es wusste. :(

Naja.. Es war ein einziger Versuch, der kläglich gescheitert ist. Ich freu mich dann nur, wenn es einige gibt, die es nicht ganz so furchtbar finden wie ich ;D

Edit: Und ja die Texte sind fürchterlich - da gibt es noch schlimmere. Naja wenigstens ist mal der Name richtig geschrieben, ist auch das Einzige...
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Re: Wochenendkrieger (LARP-Doku)
« Antwort #17 am: 22. Januar 2015, 17:22:15 »
Übrigens hatte ich genau den gegenteiligen Eindruck von Greifenklaue. Ich fand, daß der Film Larpern nicht so viel zu bieten hatte, wie Leuten, die das Hobby überhaupt nicht kennen.
Diesen Film und "Die Herren der Spiele", eine ähnliche Larp-Doku, kann man Leuten zeigen, um ein wenig bildlich darzustellen was Larp denn nun ist. Und das es ein wenig mehr als mit Gummischwertern durch den Wald zu laufen ist.
Gut einen richtigen Überblick über Regeln und Ablauf eines Larps bietet er nicht, aber das wäre auch ein wenig zu viel und teilweise auch recht langweilig.
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Re: Wochenendkrieger (LARP-Doku)
« Antwort #18 am: 22. Januar 2015, 17:54:28 »
Übrigens hatte ich genau den gegenteiligen Eindruck von Greifenklaue. Ich fand, daß der Film Larpern nicht so viel zu bieten hatte, wie Leuten, die das Hobby überhaupt nicht kennen.
Diesen Film und "Die Herren der Spiele", eine ähnliche Larp-Doku, kann man Leuten zeigen, um ein wenig bildlich darzustellen was Larp denn nun ist. Und das es ein wenig mehr als mit Gummischwertern durch den Wald zu laufen ist.
Gut einen richtigen Überblick über Regeln und Ablauf eines Larps bietet er nicht, aber das wäre auch ein wenig zu viel und teilweise auch recht langweilig.
Naja, nach dem Film weißt Du halt nix übers LARP, das ist meine Kritik. Und wenn ich mir den Beitrag oben so durchlese, ahne ich auch warum...

Natürlich kann man ihn ganz gemütlich als Nicht.LARPer gucken und wird gut unterhalten.
« Letzte Änderung: 22. Januar 2015, 17:57:51 von Greifenklaue »
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Re: Wochenendkrieger (LARP-Doku)
« Antwort #19 am: 22. Januar 2015, 17:59:35 »
Du weisst vielleicht nicht wie Larp funktioniert, aber bekommst zumindest einen optischen Eindruck, der anfixt, das auch mal zu machen.
Ich hatte gerade einer Arbeitskollegin, die nichts mit Larp zu tun hat, Die Herren der Spiele geliehen. die fand das sehr toll und meinte: "Das verbreitet so eine coole Stimmung, daß man Lust bekommt das gleich auch mal auszuprobieren!"

Regelerklärungen und der Sinn des Larps, wären aus meiner sicht da ein kleiner Dämpfer, da sie für sehr kompliziert gehalten werden könnten und ja nur Rahmenbedingungen für das eigentliche Spiel sind.
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Re: Wochenendkrieger (LARP-Doku)
« Antwort #20 am: 22. Januar 2015, 18:40:43 »
Du weisst vielleicht nicht wie Larp funktioniert, aber bekommst zumindest einen optischen Eindruck, der anfixt, das auch mal zu machen.
Ja, das ist richtig.

Es bleibt halt nur zu hoffen, dass der Dämpfer dann nicht kommt, wenn er auf nen LARP fährt und da dann nicht alles diesem hohen Standard entspricht.

Um bei jemanden Interesse zu wecken oder zu zeigen, "Heyo, wir sind auch nur Normalos!" funktioniert der Film.

Aber es ist halt keine Doku, die erklärt, was LARP ist, was man da so macht etc. Das muss es auch nicht sein, hätte ich aber eher erwartet. 
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Re: Wochenendkrieger (LARP-Doku)
« Antwort #21 am: 23. Januar 2015, 16:01:13 »
Gut so gesehen geht die Doku "Die Herren der Spiele" vielleicht einen Tick mehr auf die Dinge ein, die du bei "Wochenendkrieger" vermisst hast.

Ob man von seinem ersten Larp enttäuscht ist, hängt wohl mit der Veranstaltung, als auch dem Spielumfeld zusammen. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man als Anfänger viele unschöne Sachen einfach ignoriert oder gar nicht so mitbekommt, wenn man voll in Action ist.
Meine ersten Cons habe ich bis heute noch in viel besserer Erinnerung als sie wohl wirklich waren.
Geht mir auch nach 20 Jahren Larp-Erfahrung noch so. Wenn ich eine neue Rolle spiele, ist alles noch sehr neu und aufregender, da wirkt selbst ein mittelmäßiger Con besser als er ist!
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Re: Wochenendkrieger (LARP-Doku)
« Antwort #22 am: 23. Januar 2015, 16:26:03 »
Ob man von seinem ersten Larp enttäuscht ist, hängt wohl mit der Veranstaltung, als auch dem Spielumfeld zusammen. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man als Anfänger viele unschöne Sachen einfach ignoriert oder gar nicht so mitbekommt, wenn man voll in Action ist.
Letzteres ist sicher richtig, zu ersterem: Wie ich einen Kinofilm empfinde, hängt sehr oft von meiner Erwartungsfilm ab. Ein eigentlich durchschnittlicher Film, von dem ich viel erwarte, wird als schlecht empfunden, liegt meine Erwartungshaltung bei null, wird man ihn als Überraschung empfinden.

Und das meine ich: evtl. weckt so eine Doku eine zu hohe Erwartungshaltung für Neulinge, z.B. was Masken bzw. Schminke betrifft oder Ingamigkeit. Aber stimmt, vielleicht sind sie einfach so oder so weggeflasht ...
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