Autor Thema: Battlestar Galactica LARP  (Gelesen 1810 mal)

Greifenklaue

  • Foren-Sheriff
  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 49586
  • Extra Shiny.
    • Profil anzeigen
    • http://www.greifenklaue.de
Battlestar Galactica LARP
« am: 14. Mai 2009, 10:43:18 »
20. - 22.11.2009 Battlestar Galactica LARP

http://www.twelve-colonies.de/

Interessantes LARP-Thema...
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

KULTist

  • Regionale Orgas BS/WOB/HE
  • Held Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 3309
  • Wenn Engel fallen, können Dämonen aufsteigen!
    • Profil anzeigen
    • Rollenspiel-DinG
Re: Battlestar Galactica LARP
« Antwort #1 am: 14. Mai 2009, 12:09:01 »
Ich persönlich würde es aufgrund des Fehlens von Cool Powers natürlich nicht mal mit der Kneifzange anfassen, aber für SF-Krimifans sehe ich da aufgrund des Backgrounds und der Unterwanderung durch die Zylonen auf jeden Fall ein riesiges Spielspaßpotential!

Obwohl es da dann natürlich laut der Regeln das Problem da ist, das es keine Undercoverzylonen geben dürfte, da ja auch nur die Darsteller die jeweiligen Figuren (also zB James Olmos Commander Adama) geben dürfen.

Und da es nur 12 oder waren es 20 menschliche Zylonenmodelle, die alle gleich aussehen, gibt...  ;D
E = mc² + 1w6

Torlogk

  • Volles Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 155
  • Unter dem Berge
    • Profil anzeigen
Re: Battlestar Galactica LARP
« Antwort #2 am: 14. Mai 2009, 12:26:10 »
Ich persönlich würde es aufgrund des Fehlens von Cool Powers natürlich nicht mal mit der Kneifzange anfassen
...recht geb, es sei denn die NSCs werden in coole Blechgehäuse gesteckt, wie in der alten Serie  ;D....

...Obwohl es da dann natürlich laut der Regeln das Problem da ist, das es keine Undercoverzylonen geben dürfte...
jep, die 12/20 Menschlichen Klone könnten dann nur mal am Rande auftreten aber es könnte ja Zylonen-Sympathisanten geben.

Was ich mir schwierig vorstelle ist das Setting/Location rüberzubekommen.
Wer glaubt etwas zu sein, hört auf etwas zu werden....

########################################

»All animals are equal. But some animals are more equal than others.«  G. Orwell

Greifenklaue

  • Foren-Sheriff
  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 49586
  • Extra Shiny.
    • Profil anzeigen
    • http://www.greifenklaue.de
Re: Battlestar Galactica LARP
« Antwort #3 am: 01. Januar 2015, 11:40:59 »
Schnell gebloggt: Projekt Exodus – Ein Bildungslarp - spannendes Projekt!

"Kurz zusammengefasst: Ein Battlestar Galactica LARP auf einem alten Zerstörer. Das Ganze eingebettet in ein (für mich) neues Konzept und in schlappen 100+Keks Kilometern Entfernung von Bremen. Ich bin eine Begeisterung!"
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

Greifenklaue

  • Foren-Sheriff
  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 49586
  • Extra Shiny.
    • Profil anzeigen
    • http://www.greifenklaue.de
Re: Battlestar Galactica LARP
« Antwort #4 am: 13. Januar 2015, 15:20:11 »
Da Glorin schon versucht hat sih anzumelden ...

http://www.twelve-colonies.de/ ist weiterhin aktiv.

Aktuelle Termine:

Veranstaltungen

TC 007 "Casino Royale": 24.-26.04.2015 in Rheurdt (Anmeldung)

TC 7,5: 26.-28.06.2015 in Erndtebrück

TC 8: 08.-11.10.2015 in Erndtebrück

TC 9: Termin folgt... in Erndtebrück

TC 10: 29.09.-03.10.2016 in Erndtebrück
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

Greifenklaue

  • Foren-Sheriff
  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 49586
  • Extra Shiny.
    • Profil anzeigen
    • http://www.greifenklaue.de
Re: Battlestar Galactica LARP
« Antwort #5 am: 07. Februar 2015, 23:13:32 »
Schnell gebloggt: Projekt Exodus – Ein Bildungslarp - spannendes Projekt!

"Kurz zusammengefasst: Ein Battlestar Galactica LARP auf einem alten Zerstörer. Das Ganze eingebettet in ein (für mich) neues Konzept und in schlappen 100+Keks Kilometern Entfernung von Bremen. Ich bin eine Begeisterung!"

Dort ein Vorabbericht über die Rolle.

SpOn berichtet auch davon: Live-Rollenspiel im Marine-Zerstörer: Vier Tage Weltuntergang
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

Greifenklaue

  • Foren-Sheriff
  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 49586
  • Extra Shiny.
    • Profil anzeigen
    • http://www.greifenklaue.de
Re: Battlestar Galactica LARP
« Antwort #6 am: 08. Februar 2015, 18:06:17 »
Glorian - natürlich Glorian - entdeckt auch passige Foodhandouts ...

"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

Besserwisserboy

  • Greifenklaue Blogger
  • Held Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 2582
  • Nähe BS/HE (Zentrum der Welt)
    • Profil anzeigen
Re: Battlestar Galactica LARP
« Antwort #7 am: 10. Februar 2015, 00:08:21 »
Bericht eines Exodos-Teilnehmers (Carsten aus dem ning-Forum), daraus auch kopiert.


Mal so zwischendurch, weil ich noch sammle um ein großes Review zu schreiben :

Für mich war es auf so vielen Ebenen herausragend, dass ich noch sortiere :). Ich stehe dem "Edu/NordicLarp" mit einer gewissen "Jaaaaaaa...ist ja gut jetzt"-Haltung gegenüber, so dass ich hier einige Vorbehalte hatte, dass ich hier schnell von zuviel Sozialheimerei & Pädagogengedöns genervt werde. Der simple Fakt, dass ich im Nachgang mehr als bereitwillig in die Reflektion gestürmt bin ist -für mich- überaus aussagekräftig :). Ich fühlte mich da komplett "unbelästigt" und ich ordne mich da als ziemlich sensibel und "pienzig" ein.

Und die Veranstaltung selbst...nunja...ich mag Superlative nicht so und bin ebenso kein Freund davon thematisch sehr unterschiedliche Veranstaltungen gegeneinander aufzuwiegen...insofern : Dies war eines der Larperlebnisse was für mich deutlich heraussticht und sich mit Leichtigkeit unter den Top-Veranstaltungen einsortiert.

Und Spaß ?
Oh ja.Ich als Spieler hatte einen unheimlichen Spaß daran mitzuerleben, wie oft die Grenzen zwischen Charakter und Spieler arg durchlässig wurden. Ähnlich der Serie, erlebten wir den Untergang der Kolonien live am TV und hätte man hier noch ein wenig mehr Drama hinzugefügt, hätte ich Spieler/Charakter geheult wie ein Schlosshund...und nicht nur still vor mich hingetröpfelt:).  Und solche Szenen hatte ich glücklicherweise in gut plazierten Abständen - gepaart mit einem grandiosen Finale (das innerhalb von etwa 5 Minuten wie eine geplante und perfekt gescriptete Drehbuchbombe (obwohl es eben nur Glück war) in mein Charakterkonzept einschlug und einen, auf jeder Ebene, sterbenden und gebrochenen Charakter zurückließ) hatte ich das Glück einer LARP-Erfahrung, wie ich sie in dieser Form auch noch nicht hatte : Eine -näherungsweise- perfekte Charakterstory, die in einer persönlichen Katastrophe endete und mir mal wieder ein Larp mit erheblichem emotionalem Impact bescherte. Yeah !

Vor-Review-Fazit : Das war ein Larp. Es war auch ein Edu-Larp...aber der pädagogische Aspekt war sehr geschickt und absolut unoffensiv eingewoben, dass ich hier nur sagen kann : Chapeau, liebe Planer. Unterm Strich bleibt eine großartige Veranstaltung, bei der ich schon fast ein wenig dankbar bin, dass es gewisse Schwächen gab. Für mich eine 95%-YEAH-Con...hätte man ein paar Elemente (mEn) besser gemacht, wären 110% herausgekommen. Und ich glaube, dass mir das dann zuviel gewesen wäre :). Nicht, weil ich´s emotional nicht ausgehalten hätte...nö...aber mit dem Gedanken durch die Gegend zu laufen, dass das jetzt so ungefähr der Gipfel bestimmter Larperfahrungen war, hat man ´nen ziemlichen Klotz am Larpmotivationsbein.

Ich bin voll zufrieden - und das heisst bei mir als ollem Nörgelkopf echt eine ganze Menge.


Für einige Andere war das nicht so.
Ich bin nur durch einen Tippfehler hier, eigentlich wollte ich aufs Reifenklauen-Forum...
Wer hat meinem Goldfisch das Töten beigebracht???

Besserwisserboy

  • Greifenklaue Blogger
  • Held Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 2582
  • Nähe BS/HE (Zentrum der Welt)
    • Profil anzeigen
Re: Battlestar Galactica LARP
« Antwort #8 am: 10. Februar 2015, 00:20:56 »
Im Folgenden versuche ich die Con und die Erlebnisse des Charakters als fortlaufende Geschichte wiederzugeben.
Die Ereignisse sind aus der Erinnerung heraus chronologisch geordnet. Da dies eben aber auch ein Conbericht ist, erlaube ich mir keine künstlerischen Freiheiten oder dergleichen. Alles Geschriebene ist (für den Charakter) so passiert und jeder beschriebene Gefühlszustand so gefühlt. Wörtliche Rede ist sicherlich nicht wortgetreu, aber sinn- und stimmungstreu :). IT-Erlebtes steht kursiv, OT-Anmerkungen, Hinweise etc. in normaler Schrift.
Weitere Charaktere sind fett markiert, sofern ernstmals erwähnt.


Nun denn...das ist die Geschichte einer von über 80 Seelen an Bord der Hesperios.




"Na, das haben wir ja gut hinbekommen, was ?"
Der "CO", auch "Cap" oder eben "Hal", Kapitän der Hesperios, kommentiete den letzten Sprung von irgendwo hinter
Kai. Der alte tauronische Sack war schon irgendwie ein Phänomen. Obwohl nicht unbedingt der hellste Stern im Universum und so diszipliniert wie ein jugendlicher Kuhjunge auf Tauron, war der alte Hal mal einfach ein guter Mann, hatte mal irgendwie ein kleines Mädchen gerettet, was irgendwie argen Ärger mit Hals damaligem Cap gab. Richtigen Ärger, den nur einer lebend überstand. Kai wusste nicht genau was da gelaufen war...aber egal was : Der alte Knochen hatte ein gutes Herz und trotz aller sonstigen Inkompetenz hatte er diesen verfluchten Seelenverkäufer hier irgendwie und irgendwo in irgendeinem Winkel zwischen den Sternen aufgetan und Instand gesetzt. Das war jetzt...wohl gute 10 Jahre her. Der Jahrestag sollte wohl mit ein bisschen Ambrosia aus Hals Privatvorrat begossen werden.

Und jetzt war dieser Haufen Schrott eben auch Kais Zuhause...und auch, wenn die alte Kiste mehr von gutem Willen, Zufall, dem Segen irgendwelcher Götter und vermutlich purem Glück zusammengehalten wurde, war es dann irgendwie doch mehr Heimat als Kai in den letzten Jahren gehabt hatte.

Sicher...der überwiegende Teil der Mannschaft war tauronischen Ursprungs und damit undiszipliniert, verlottert, halbkriminell und von jeglicher Kultur so entfernt wie tauronische Rinder von einer Viperpilotenkarriere...aber Kai Robertson musste leider eingestehen, dass ihn -mal abgesehen von dem kulturellen Aspekt- reichlich wenig von
den Leuten auf dem Frachter unterschied. Und eigentlich waren sie auch relativ freundlich zu ihm, obwohl er durchaus
hier und da nicht umhin konnte seine Kollegen von der Hesperios eben als Viehhirten, Bauernmädchen, Kuhjungen oder Ähnliches zu beschimpfen. Sicherlich : Seine unbestreitbare Kompetenz am Draidis machten Kai auch zu einem nützlichen Mitglied der Frachtergemeinschaft. Withek, der lockere Typ von Geminon,ExBarkeeper, ExFluglotse, war ein As am Draidis...aber in heissen Situationen ist das Draidis wirklich besser mit zwei Personen besetzt.
Ausserdem war Witheks Ex, Carina eine ...Dame, die keinerlei Widerspruch oder gar Verzögerung duldete, wenn sie ersteinmal anfing mit ihrem Kollegen Stephan Ramirez Sprungkoordinaten zu berechnen.

"Gate 2, Range 48, beide S-E-A" - Withek startete eine weitere Dradis-Routine.
"Gate 2, Range 48, beide S-E-A, gehe short auf dein Kommando, Mondmann"
Geminon und Caprica teilten sich zwar gleichberechtigt eine Umlaufbahn...aber Withek nahm Kai seine gelegentlichen,
freundschaftlichen Frozzeleien nicht übel. Er schien ohnehin nie irgendjemandem irgendwas übel zu nehmen. Auch nicht, wenn Kai Geminon zu Capricas Mond degradierte.
"3-2-1; short"

Die üblichen Standardprozeduren der Dradisbedienung hatten sich in den letzten Stunden relativ schnell eingespielt.
Zwar war das System neu -die Götter wissen, wo Hal die Hardware aufgetan hatte-, aber Dradis ist Dradis. Das neue Interface war recht eingängig und somit schnell gelernt. Ausserdem war es gut in die alte Schiffsumgebung integriert, so dass man problemfrei wesentliche Teile der alten Kontrollen bedienen konnte.
 [Dradis...und der Rest - eine freundliche Leihgabe ihrer versierten Programmierer der TwelveColonies-Leute. Ein...echt geiles, untereinander vernetztes System. Wenn die Steuermänner den Kahn bewegen, dann kann mans am Draidis ablesen, weil sich die Positionen und Distanzen angepeilter Objekte verändern...Kontakte lassen sich aufschalten und Dinge wie Größe, Masse, Waffenstatus, Typ usw. abfragen. Nicht alles schien vollumfänglich zu funktionieren...aber das machte rein gar nix. Es konnten Dinge auf dem Draidis auftauchen, man konnte sie identifizieren und man wusste sehr genau, dass ein verdammter BaseStar auf TwoEchoThree  (2x10³ Meter) ein verdammt großes, verdammt böses , verdammt nahes Problem ist.]


"Was liegt an ?" - der X.O., Wulf, stand hinter der Dradisstation - "Alles frei ?"

"Alles frei" meldete Withek.
 "Nix in Echo-Niner", meldete Kai.
Seit dem Vergis-Zwischenfall war Wulf etwas aufgekratzt, war er es doch gewesen, der diesen wirklich gut bezahlten Deal mit Vergis aufgerissen hatte. Die Nummer warf vermutlich soviele Cubits ab, dass sie vielleicht bald sogar eine Heizung für den Kahn auftun konnten. Die Crew witzelte schon seit Monaten, ob Hal die Heizung verkauft hatte oder nur nicht laufen ließ, damit sie am Tylium sparen konnten. Stattdessen mussten sie sich mit Heizlüftern aushelfen, die sie mal irgendwo...gefunden hatten. Was man eben so in Raumhäfen findet. In fremden Schiffen...nunja.
War einer der Gründe, warum man sich auf der Brücke mehrfach darüber unterhalten hatte, was man alles verstecken musste, wenn mal der Zoll einen Überraschungsbesuch versuchen sollte. Aber vielleicht würde Wulf demnächst auch
Jobs aufreissen, wo "der Zoll und was man vor ihm schnell verschwinden lassen sollte" eher zweitrangig wäre.
[Es gab keine Heizung auf dem Pott...vermutlich, weil so ziemlich Alles, weil die Schiffsmaschinen und anderes Gedöns einfach ausgebaut wurden...auch das US-Stromnetz war offenbar für die Orgaleute ein wenig...interessant.
Es lief aber alles so gut, dass ich keine nennenswerten Probleme wahrnehmen konnte...]
Hal hatte Wulf mal irgendwann angeschleppt...irgendwas Familiäres oder so verband die Beiden und Hal hatte Wulf
umgehend zum X.O. gemacht. Immerhin : Der Typ war kompetent, versiert, geschäftstüchtig und Kai war der unbedingten, wenn auch nicht überall geteilten Meinung, dass Wulf (obwohl Taurone) schon der richtige Mann für den Job des Cap wäre.

Daran konnte nun auch der Umstand, dass sie gerade eben aus dem verfrakkten Zylonenraum zurückgesprungen waren, reichlich wenig ändern. Auch nicht, dass irgendwas bei den Vergisleuten brutal schiefgegangen war. Ein ganzer Haufen ihrer Gäste von Deck 4, Laborratten und ihre Securityfritzen (O-Ton Wulf : "Denk an die Kohle und an nix Anderes...und halts Maul") war auf diesem Eisklumpen im All von Bord gegangen...zurück kamen deutlich weniger
Leute und die Rückkehrer waren sichtlich mitgenommen, Aber : "Denk an die Kohle...und halts Maul".
Ausserdem waren sie im frakkin'-Toasterraum gewesen. Klar - niemand hatte seit 42 Jahren einen verdammten Toaster gesehen...aber die kolonialen Militärfritzen würden einem für die Nummer ihre Stiefel so weit in den Arsch treiben, dass man sich zumindest keine Gedanken mehr über die Toilettengänge machen musste [Die Toiletten in der Mölders funktionierten nicht, so dass man Schiff und Spiel ggf. kurzfristig verlassen musste um ins Marinemuseum zu dackeln. Hierfür musste man an den als „Brandwachen“ verkleideten „SL“ vorbei...hierzu später. An dieser Stelle nur meinen ehrlichen Dank für diesen Job ;)]

Aber Kai schien der Einzige zu sein, der sich beim Gedanken an diese Sache ernsthaft unbehaglich fühlte.
 Dem Chief, einen alten Haudegen der vom ersten Tag an mit Hal auf diesem Kahn unterwegs war, schien das jedenfalls rein gar nix auszumachen. Aber dem schienen auch Reaktorlecks, Dekompressionen und eigentlich rein gar nix was auszumachen. Die Einzigen auf die diese Zylonenraumgeschichte ein wenig Eindruck zu machen schien waren Sascha "Ice(cube)" Smith und Hamming.


Ice war mal Raptorpilot und hatte wohl irgendwie irgendwas richtig verkackt und war rausgeschmissen worden. Nichtsdestotrotz war der Mann Capricaner und mal beim Militär. Der wusste, dachte Kai,  ganz genau, was Leuten blühte, die im vedammten Zylonenraum herumgammelten.

Was Hamming anging...Kai war sich wirklich nicht klar wie und warum dieser Kerl an Bord gekommen war.
 Es war zwar ganz angenehm, dass der Mann studiert hatte und sich, obwohl Taurone, durchaus elaboriert ausdrücken konnte...aber WAS-ZUM-FRAK soll man mit einem ME-TE-O-RO-LO-GEN im All ?
 Vermutlich hatte Hal wieder irgendeinen nichtsnutzigen Hänger irgendwo aufgelesen...Hamming hatte keine Ahnung von IRGENDWAS was mit Raumfahrt zu tun hatte, glich diesen Mangel aber durch ziellosten Enthusiasmus aus.
 Jedenfalls war er überall wenn man ihn nicht brauchte...und nirgendwo, wenn man mal einen Laufburschen wollte, damit man zB mal mit Mac in der Com auf Deck 2 quatschen konnte.

Die Frau war interessant...allein schon, weil ihr Kerl irgendein capricanischer Wissenschaftler war, der es wohl so RICHTIG draufhatte. Kai dachte sich, dass Connections zu einer Frau mit so einem Mann vielleicht gar nicht so schlecht wäre. Ausserdem schien Mac auch sonst ganz nett zu sein. Zumindest schien sie Kais Tauron-Gehänsel wahlweise nicht besonders ernst zu nehmen...oder harte Konter verteilen zu können. Das Eine wie das Andere war durchaus nicht unangenehm für Kai.

Blöd nur, dass sie sich den Funkraum mit Ben Fischer teilte, ein Typ mit dem Kai wenig Kontakt hatte und der sich auch nicht wirklich einschätzen ließ. Ben konnte...irgendwie komisch sein, weswegen Kai sich von ihm genauso fern hielt, wie von den Techs, die auf Deck 3 am Reaktor herumschraubten.
 Wenn sie nicht gerade ihren winzigen Reaktorkontrollraum mit Bildern unbekleideter Damen zukleisterten.
 Tauron-Bauern halt. Kai schaute gelegentlich mal bei den Kerlen vorbei..um zu sehen, wieviele neue Brüste jetzt die Wand ihrer Techbutze verzierten. Kai hatte darüber nachgedacht ihnen mal einen entsprechenden Herren zu den Damen um zu hängen...nur um zu sehen was dann passiert, hatte aber schlicht den Zeitpunkt verpasst irgendwo ein entsprechendes Blättchen aufzutun.

Auch eher selten hatte Kai mit "Smut" dem Schiffskoch zu tun [Orga/SL, machte Essensausgabe, spielte aber mit] und ähnlich verhielt es sich mit dem Doc, der offenbar mehr abgewirtschafteter Zyniker als Capricaner war und nicht immer so klar beieinander war wie es gut gewesen wäre. Nichtsdestotrotz wohl eher ein fähiger Kerl, obwohl es in seiner Vergangenheit wohl einen...schönheitschirurgischen Zwischenfall gegeben hatte. Irgendwer in der Crew nannte es "Tittengate". Irgendwas war bei "Tittengate" wohl abgefallen, hoch- oder runtergerutscht, explodiert oder ausgelaufen - bei irgendeinem Star oder Sternchen.
 Was auch immer - für Doc war es wohl besser auf die Hesperios zu gehen.

Ansonsten wäre da noch Munc. Munc war Pilot wie Ice...und wohl sein ganzes junges Leben auf der Hesperios.
 Fast 10 Jahre war der Kerl auf der Hesperios. Kai war sich nicht sicher ob der Junge anfänglich nicht noch durch die Gänge gekrabbelt war und die Polster der Messe vollgesabbert haben müsste. Aber man konnte ganz gut auf Munc herumhacken, der sich über Sticheleien gerade so viel zu ärgern, dass er einem nicht WIRKLICH böse wurde.

...


"Machen wir noch Einen ?", Kai fummelte wieder an den Kontrollen herum und versuchte den Scanbereich des Draidis ordentlich einzustellen.
"Klar", erwiderte Withek und fuhr mit dem üblichen Prozedere fort. Gate, Range, S-E-A, Toleranz, auf Short/Long gehen - das ganze Prozedere was sich -trotz diesem neuen System- überraschend schnell zum Routinejob entwickelte.

Kai war gerade dabei diverse Kippschalter am Musterpuffer umzulegen und darüber nachzudenken, wie man mithilfe der Hauptkontrolle zwischen den beiden Draidisplätzen das ganze System bei einer Zollkontrolle wegschalten konnte
[...durch sinnloses Herumhantieren an funktionslosen Schaltern und das Drücken des Powerschalters der Monitore ;)],
 als irgendwer meldete, dass wir ein Notsignal irgendeines frakkin' kolonialen Schiffes auffangen würde.

Irgendwas war irgendwo passiert...und wir würden da jetzt wohl mal hinschüsseln und irgendwelche Idioten aufsammeln die irgendwo im All herumtrieben. Kai wollte WIRKLICH lieber woanders hin. Hauptsache die Vergis-Leute kämen von Bord - die Aussicht wegen denen und was-auch-immer-sie getan hatten ("Denk an die Kohle...und halts Maul".) Ärger mit irgendeiner kolonialen Autorität zu bekommen schmeckte Kai nicht.
Mr. Gladius, Chef der Vergis-Leute, war jedenfalls ein derart zwielichter Typ, dass Kai noch nichtmal an ein sauberes Geschäft geglaubt hätte, wenn Mr.Gladius Kai Äpfel aus seinem eigenen Garten verkauft hätte. Sicher - der Mann war überaus kultiviert, überaus freundlich, überaus großzügig...aber so verdächtig wie drei Tauronen in Riverwalk Palace, Caprica City...

Das monotone, allgegenwärtige "WuiWui" des Draidis wurde durch ein kleines Piepsen unterbrochen.
 "Draidiskontakt, Distance SevenPointThreeNinerThreeFiveEchoSix, EscapePod C2, koloniale Kennung", Kai durchforstete hektisch das Draidislisting um möglichst schnell möglichst viel über den Kontakt zu erfahren.
 "Bearing 112, Carom 43" ergänzte Withek, der von nun an die Zielverfolgung übernahm und relative Lage und Distanz
 des Kontakts zur Ice und Munc meldete, während Kai nach weiteren Kontakten in Scannerreichweite suchte...

Dem Funkverkehr nach, Kai hörte nur mit halbem Ohr zu, war irgendwas passiert. Ein angeblicher Zylonenangriff hätte stattgefunden, man habe Verletzte an Bord und bitte um dringende Aufnahme. Irgendein Luxusliner oder sonstwas hatte irgendein hysterisches Problem. Wichtige Leute waren wohl an Bord, reiche Leute...

...hörte sich nach einem potentiell gutem Geschäft an.
 Kai konnte schon die Schlagzeilen lesen "Heldenhafte Frachtercrew rettet...wichtige Leute...

"Also", dachte sich Kai, "bringen wir die Spinner mal rein
Ich bin nur durch einen Tippfehler hier, eigentlich wollte ich aufs Reifenklauen-Forum...
Wer hat meinem Goldfisch das Töten beigebracht???

Greifenklaue

  • Foren-Sheriff
  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 49586
  • Extra Shiny.
    • Profil anzeigen
    • http://www.greifenklaue.de
Re: Battlestar Galactica LARP
« Antwort #9 am: 21. Februar 2015, 13:47:15 »
Teilzeithelden hat auch einen längeren Bericht am Start.
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

Greifenklaue

  • Foren-Sheriff
  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 49586
  • Extra Shiny.
    • Profil anzeigen
    • http://www.greifenklaue.de
Re: Battlestar Galactica LARP
« Antwort #10 am: 13. März 2015, 20:15:41 »
Zum Hören im Ausgespielt-Podcast. Der Presse sprecher von Projekt Exodus bei Ron im Interview - Ergiebig!
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."