Autor Thema: [eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog  (Gelesen 13879 mal)

Berserker

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[eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #30 am: 21. April 2009, 17:36:56 »
Koddak klappert die verschiedenen Plätze ab, an denen normalerweise Tagelöhner angeworben werden, doch keiner der Anwerber hatte was für ihn zu tun! Er war schon bekannt, weshalb ihn oftmals schon ein einfaches Kopfschütteln begrüßte und er sich deshalb nicht lang aufhalten musste. Trotzdem bekam er Gerüchte von einer Schatzsuche in den Gräbern mit, scheinbar war dies allgemeines Stadtgespräch! Aber er hat nicht vor sich an Grabräuberei zu beteiligen, dass gibt sicher nur böses Blut! "Allerdings wenn es reicht von hier an einen freundlicheren Ort zu kommen, ..." überlegte er als er aus der Stadt schlenderte und sich aufmachte seine Muskeln und Reflexe zu trainieren.  Und vielleicht könnte er dabei sogar etwas zu essen fangen, ein Kaninchen zum Beispiel würde ihn sicher ein, zwei Tage satt machen!

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[eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #31 am: 22. April 2009, 23:09:22 »
„Meinst Du, wir finden noch andere aufgeweckte Leute hier, die uns begleiten würden?“

Langsam dringt die Frage seines neuen Freundes durch das Kaugeräusch und das die Kehle herunterrauschende Bier. Roldin macht sich in dieser Beziehung allerdings keine größeren Gedanken:
"Wir zwei gehen! Okay? Roldin ist bereit. Andere kommen dann schon."

Argamae

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[eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #32 am: 23. April 2009, 08:47:33 »
"Nach der Steinattacke seid ihr ja sehr um mein körperliches Wohl besorgt", entgegnet Gelwick schmunzelnd. "Kehren wir einfach mal hier ein, wenn auch der Name nicht sehr einladend klingt."

Damit geht Gelwick auf die Eingangstür zum "Rostigen Eimer" zu und blickt dabei über die Schulter in Richtung Luca.
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[eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #33 am: 24. April 2009, 19:18:43 »
Die Aussicht auf ein Frühstück läßt Luca grinsen. Sie klimpert kurz mit dem geldbeutel und gesselt sich zu Gelwick an die Tür des Eimers.
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[eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #34 am: 29. April 2009, 21:52:09 »
"Nein, das werde ich nicht."

Diese, im erregten Tonfall hervorgestoßenen Worte, sind laut genug, um die Aufmerksamkeit der wenigen Gäste im Wilden Hund zu erregen, und auch wenn die Stimme des Sprechers sich schleunigst wieder senkt, ist der Rest des Gesprächs für etwaige Lauscher doch gut vernehmbar.

"Ich werde auf keinen Fall verraten, wo der Eingang zu diesem Grab ist. Ich bin froh, dass es endlich in Vergessenheit geraten ist, und gerade jetzt, mit diesen drei Aufschneidern in der Stadt... nee, stell dir das mal vor, die würden doch sofort alle losrennen, um auf Schatzsuche zu gehen. Außerdem..."

"Dietrik, Dun hatte wieder diesen Traum!" Eine zweite Stimme unterbricht den schon etwas betagten, grauhaarigen Sprecher. "Und aus irgendeinem Grund hat er von einer Verbindung zu der Gruft geträumt. Er wird dich nach der Karte fragen, und was willst Du dann machen?"

"Valkus Dun ist kein Phantast. Und wir leben nicht mehr in der Zeit der Prophezeiung. Er wird mich schon nicht zwingen, sie gegen meinen Willen herauszurücken, nur weil er ein paarmal schlecht geschlafen hat." erwidert Dietrik trotzig. "Merris, Du weisst, warum ich hier nicht nachgeben kann."

"Ich weiß, Dietrik, ich hoffe nur. Dun und Trask sehen das genauso."

...

Koddaks ziellose Wanderung führt in ein gutes Stück weiter von der Stadt weg, als er ursprünglich beabsichtigt hat. Die Gegend hier ist von sanft rollenden Hügeln geprägt, ein Meer von Gräsern und niedrigem Gebüsch, dass in Richtung auf die Stadt vom trügerisch blauen Glanz des Diamantsees abgelöst wird. Von hier aus kann man fast erahnen, wie der See auf die ersten Siedler gewirkt haben muss. Vor allem aber lässt es sich von hier aus leicht vergessen, welch bestialischer Gestank inzwischen am Seeufer herrscht, in das die Abwässer der Erzschmelze, aber auch der Unrat der übrigen Stadt ungefiltert hineinfließt. Zum Glück ist der Syrantulasee insgesamt zu groß, als dass er dadurch kippen könnte, aber hier in Diamantsee ist der Unterschied kaum wahrnehmbar.

Seufzend dreht Koddak sich um. Und erstarrt als er ganz in der Nähe auf einem der Hügel eine Struktur erkennt. Ein zerfallenes Gebäude, wenn ihn seine Augen nicht trügen, ähnlich den Häusern, die auf dem Minengelände der in und um Diamantsee betriebenen  Erzminen errichtet wurden.

...

Geisterhaftes grünliches Licht empfängt Luca und Gelwick, als sie den "Rostigen Eimer" betreten. Genauso geisterhaft wirken die sphärischen Klänge, die drei junge Flötenspieler ihren Instrumenten entlocken. Geisterhaft, aber nicht unheimlich oder gar ungemütlich. Eher so, als tauche man in einen verwunschenen Wald voller Feenwesen ein und lausche der Magie einer anderen Existenzebene, der man sich völlig ergeben könnte, um erst Jahrhundertes später wieder zur Besinnung zu kommen.

Die Einrichtung widerspricht dem Namen, ganz im Gegenteil ist das Interieur zwar einfach, aber doch sehr geschmackvoll. Und auch der Service scheint hervorragend zu sein, denn kaum sind die beiden eingetreten, als eine junge Dienstmagd ihnen auch schon entgegentritt, ihne einen Sitz anbietet und sie nach ihren Wünschen befragt.
« Letzte Änderung: 26. Mai 2009, 23:25:52 von Wormys_Queue »

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[eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #35 am: 29. April 2009, 22:15:36 »
Nachdem Koddak für den heutigen Tag sowieso keine Arbeit gefunden hat, entschließt er sich seiner Neugier nachzugehen und nähert sich der Struktur entschlossen, aber langsam und vorsichtig mit einem seiner Wurfspeere in der Hand!

"Vielleicht handelt es sich um eine aufgegebene Mine, in der noch etwas zu finden ist, oder zumindest einen brauchbaren Schlafplatz, der es erlaubt Geld zu sparen" denkt er sich bevor er das Gelände genauer erkundet!

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[eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #36 am: 01. Mai 2009, 23:05:47 »
Luca lächelt die Schankmaid freundlich an. "Ein großes Frühstück für mich, danke." Dann lässt sie sich gewandt auf einen der Stühle sinken, ein aufmereksamer Beobachter würde sicherlich sagen, daß sie sich einen guten Platz ausgesucht hat, um die Tür im Auge zu haben. Mag aber auch nur ein Zufall sein. "Wißt Ihr eigentlich wo genau diese Gräber liegen?" richtet sie das Wort dann an Gellwick, nachdem beide Ihre Bestellungen bekommen haben.
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Re: [eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #37 am: 10. Mai 2009, 19:45:30 »
Gelwick scheint noch immer der Faszination erlegen, die ihn beim Betreten des "Rostigen Eimers" ergriffen hat. Was für eine Überraschung, solch einen phantasievollen Ort in dieser Minensiedlung zu finden, die ihm in den bisherigen Stunden eher abweisend und dumpf erschienen ist. Sein Blick wandert umher, als er die eigenartige und unerwartete Stimmung der Schenke zu durchdringen versucht. Dürfte interessant sein, denkt er, den Besitzer kennenzulernen - oder denjenigen, der für die Einrichtung verantwortlich ist.
"Seltsam, wie oft doch der äußere Schein trügt", denkt Gelwick, bevor er bemerkt, daß er die Worte laut ausgesprochen hat.

Während er seine Mahlzeit einnimmt, schaut er immer wieder zu den Musikanten hinüber und lauscht ihrer Musik.

(Edit: Rechtschreibung)
« Letzte Änderung: 11. Mai 2009, 01:18:34 von Argamae »
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Re: [eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #38 am: 11. Mai 2009, 09:58:15 »
"Ja, ich weiß." Luca schaut Gelwick etwas irritiert an, ob des Themenwechsels. "Wir werden oft unterschätzt und....oh, ihr meintet den Eimer,hm?
Richtig, es ist erstaunlich schön hier...!"
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Re: [eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #39 am: 13. Mai 2009, 12:14:58 »
Gelwick nickt abwesend, während Luca spricht. Dann scheint er wieder ins Hier und Jetzt zurück zu finden.

"Schmeckt es euch? Da ihr auch nicht allzu viel über die Abenteurer aus Magnimar wißt, wäre es vielleicht ein Plan, sich ihnen anzubieten. Als Verstärkung - gegen einen Anteil, falls wir was finden. Was meint ihr? In dieser Stadt scheint man ansonsten nur Geld zu verdienen, wenn man entweder in den Minen schuftet oder aber eine besitzt."
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Re: [eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #40 am: 15. Mai 2009, 12:15:47 »
Luca scheint einen Moment nachzudenken, dann huscht ein schnelles Lächeln über Ihr Gesicht. "Warum nicht was eigenes aufziehen? Dann steht man danach auch mit mehr Gewinn da. Ich meine irgendwer wird uns ja schließlich sagen können, wo sich diese Gräber befinden? Diese Abenteurer gefallen mir nicht...das Essen aber schon." Daraufhin steckt sie sich noch einen großen bissen in den Mund!
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Re: [eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #41 am: 16. Mai 2009, 18:44:39 »
Schon zum zweiten Mal lief ihm dieser bullige Halbork über den Weg. „Wenn so ein tumber Schläger nix findet, der seiner eigenen Mutter die Knochen gebrochen hätte, wenn er dafür nur bezahlt worden wäre.“, grübelte Broderick vor sich hin. „Andererseits, vielleicht schätze ich ihn auch vollkommen falsch ein. Vielleicht zwingt ihn sein Aussehen und diese häßlichen Tätowierungen dazu, Dinge zu tun, die er gar nicht tun will. Wie mich...“.

Ein Schrei ries ihn aus den Grübeleien. „Hey, ich hab  heute nix für Dich, hörst Du nicht? Zieh ab! Und versuch es morgen gar nicht erst!“.  Roderick wandte sich ab und zieht von dannen. Immer noch in Gedanken, stößt er mit dem ein oder anderen zusammen auf den vollen Straßen, in der jeder – fast jeder – eine Beschäftigung zu haben schien.

„In seiner Heimat wäre so ein Halsabschneider wohl eher im Kerker gelandet, denn als Anwerber einer bekannten Minengesellschaft. Wenn es doch nur eine ehrliche, eine rechtschaffene Aufgabe gäbe, die zumindest genug einbrächte, um in diesem Kaff auszukommen.“

Mittlerweile hatte er einen Stand abseits des Marktes erreicht, der günstig eine kräftige Suppe anbietet, bei dem Fettaugen noch Fettaugen waren. Der Kupferling ist schnell investiert – wie die letzten Tage schon – und die heiße Brühe heruntergeschlungen. Von seinem Posten in der Nähe des Standes beobachtete Roderick das bunte Treiben auf dem Markt, als sein Blick auf eine ihm bekannte Kapuze fällt, die ihm in den letzten Tagen schon mehrmals untergekommen ist...
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Re: [eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #42 am: 18. Mai 2009, 22:37:10 »
Automatisch zieht Berand die Kapuze seiner Kutte tiefer in's Gesicht, als er die knarrende Holztreppe, die in den Schankraum des »Wilden Hundes« führt, hinabsteigt. Das Gegaffe der Leute, den Schmerz der Ablehnung, lernte er im Laufe der Jahre zu ignorieren und sogar zu verstehen. Doch manchmal ist es besser, einen Schleier vor die Wirklichkeit zu legen...

Der Geruch von altem Schweiß, abgestandenem Bier und gebratenem Fleisch steigt Beran in die Nase, als er den schmutzigen Schankraum betritt. Er spürt regelrecht, wie sich Köpfe drehen und Augenpaare ihn zu taxieren versuchen. Während Berand die geöffnete Tür der Schenke ansteuert, den Kopf zu beiden Seiten dreht, so, als würde er sich wegen etwas vergewissern wollen und dann an einem der leeren Tische in der Ecke der Schänke Platz nimmt, sieht er aus den Augenwinkeln, wie sich der Wirt hinter dem Tresen strafft. »Darf's was zu essen sein, Bruder?«, hört Berand die kehlige Stimme des Wirtes fragen. Er nickt nur unmerklich zur Bestätigung, die Kapuze nach wie vor tief im Gesicht liegend.
»Ich glaube, mit D&D werde ich nicht mehr glücklich...« - Zitat Greifenklaue

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Re: [eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #43 am: 26. Mai 2009, 23:07:45 »
Als Kodak sich dem eingefallenen Gebäude nähert, erkennt er, dass er mit seiner Vermutung recht gehabt hat. Offenbar muss sich hier ganz in der Nähe eine alte Eisenmine, denn das Haus ist unübersehbar in dem selben Stil gehalten, in dem auch die anderen Verwaltungsgebäude der hiesigen Minenleiter erbaut wurden. Allerdings muss es schon Jahre her sein, dass hier gearbeitet wurde. Der Hof ist mit kniehohem grasüberwachsen, dass sogar die Umfassungsmauern überwuchert, selbst dort, wo sie nich stehen. Das Gebäude selbst scheint im Erdgeschoss auf den ersten Blick von außen einigermaßen intakt zu sein, das Dach aber ist auf der einen Seite eingestürzt.

Ein Schlafplatz ließe sich hier sicherlich finden. Mit ein wenig Mühe könnte man das Gebäude sogar wieder herrichten und in Besitz nehmen.


....

"Ich hoffe, Du hast die Karte wenigstens gut versteckt..." hört Berand von einem der Tische eine ihm bekannte Stimme sprechen, Merrik Sandovar, der Chefscout der Garnison von Sandspitze. Er hat ihn flüchtig kennengelernt, als er seinen Antrittsbesuch in der Abadar-Kapelle auf dem Gelände der Garnison abgestattet hatte. Der ältere Mann neben ihm muss Dietrik Cicaeda sein, ein hier recht berühmter Kartenmacher, der ebenfalls in der Garnison sein Domizil gefunden hat.

"Hab ich. Bei Tidwoad. Wenn sie dort nicht sicher ist, dann weiss ich es auch nicht."

Merrik wiegt zweifelnd den Kopf.

"Bist Du sicher? Ich hab gehört, dass er mit Balabar Smenk und mit Chaum Ganswert gut befreundet sein soll. Wenn Du mich fragst, ich halte ihn, für einen Opportunisten."

"Ach was!", lacht Dietrik die Zweifel weg. "So dumm wäre er nicht, er weiß, mit wem er sich anlegt, wenn er mich betrügt. Außerdem weiss er ja gar nicht, dass ich ein so wichtiges Pergament bei ihm hinterlegt habe. Er denkt, ich hätte dort ein paar persönliche Habseligkeiten untergebracht."

Berands Essen kommt. Er hat seinen Teller halb geleert, als die beiden Gesprächspartner ihre Zeche zahlen und den Wilden Hund verlassen. Merrik nickt ihm sogar freundlich zu, offenbar hat auch er ihn erkannt.

Und was die beiden nicht mitbekommen, was aber sehr wohl Berand ins Auge sticht, ist der recht verwahrlost aussehende Gesell, der die ganze Zeit scheinbar schlafend in einer Ecke saß, der nun plötlzlich wach wird und dann ganz betont harmlos hinter den beiden her die Kneipe verlässt.

...

Während Gelwick seinen Blick durch den rostigen Eimer schweifen lässt, sieht er an einem der anderen Tische plötzlich zwei bekannte Gesichter sitzen. Der Zwerg und der Messerwerfer, die er heute morgen vor dem Wilden Hund gesehen hat, und die sich ihren Fisch ordentlich schmecken lassen.
« Letzte Änderung: 26. Mai 2009, 23:25:25 von Wormys_Queue »

Berserker

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Re: [eGolarion] Die Zeit der Würmer - Prolog
« Antwort #44 am: 27. Mai 2009, 17:43:34 »
Koddak betritt die verfallene Hütte und schaut sich in ihr genauer um, bevor er sich mit dem umliegenden Gelände und abschließend zumindest dem Eingangsbereich der alten Mine vertraut macht. Immer vorsichtig mit einem Dolch in der Hand und alles was wertvoll oder zumindest brauchbar erscheint einpackend. Sollte nichts außergewöhnliches passieren werde ich mich wohl mal in der Stadt umtun und über das Gelände informieren und wenn keiner mehr Anspruch erhebt vielleicht einen Unterschlupf einrichten, denkt er sich. Einer der freundlicheren Anwerber oder jemand im wilden Hund wird sicher wissen, worauf ich hier gestoßen bin!