Autor Thema: Leseherausforderung 2018 - Fnord  (Gelesen 2199 mal)

fnord

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Leseherausforderung 2018 - Fnord
« am: 03. Januar 2018, 13:16:54 »
Ich werde mich nicht so reinknien, aber es ja als Dokumentation des diesjährigen Bücherkonsums  trotzdem interessant.

Die Herausforderungen:

- Ein Buch, welches Vorlage für einen Film ist, den Du gesehen hast. Stirb Langsam Nothing lasts forever - Roderick Thorp
- Ein Buch über ein wahres Verbrechen. Mordsache Ulsnis - Hanna Dunkel
- Das nächste Buch in einer Serie, die Du schon gestartet hast   Der Blutstein - Das Buch Kane: von Karl Edward Wagner
- Ein Buch mit einem Raubüberfall {heist} Orks weinen nicht Jan Tobias Kitzel - ein Shadowrun-Buch
- Ein Nordic Noir-Buch
- Eine Novelle, welche auf einer realen Person basiert- Lost Soul von Thomas Finn
- Ein Buch, welches in einem Land spielt, welches dich fasziniert - Gebrauchsanweisung für Amerika von Paul Watzlawick
- Ein Buch mit einer Tageszeit im Titel
- Ein Buch über einen Schurken oder Antihelden - Cugel - der Lachende Magier
- Ein Buch mit den Thema Tod oder Trauer

- Ein Buch einer weiblichen Autorin, die ein männliches Pseudonym benutzt
- Ein Buch mit einem homo-/trans-/bisexuellen Protagonisten {lgbtq}
- Ein Buch, das auch ein Bühnenstück oder Musical ist
- Ein Buch von einem Autoren, der eine andere Ethnie hat, als Du
- Ein Buch über Feminismus
- Ein Buch über geistige Gesundheit   S.N.A.F.U.- Best of Military Horror - eine Kurzgeschichten Sammlung
- Ein Buch, welches Du geliehen hast oder Dir geschenkt wurde
- Ein Buch von zwei Autoren
- Ein Buch über oder mit Sport Paradies der Schwerter von Tobias O. Meißner
- Das Buch eines lokalen Autoren Dierk Gewesen und die glorreichen Sechs - Christian Gailus

- Ein Buch mit Deiner Lieblingsfarbe im Titel
- Ein Buch mit einer Alliteration im Titelie Ducks - Psychogramm einer Sippe - von Grobian Gans
- Ein Buch über Zeitreisen - Operation Thule Peter Hohmann
- Ein Buch mit einem Wetter-Element im Titel
- Ein Buch, welches auf See spielt
- Ein Buch mit einem Tier im Titel  Das phantastische Leben der Kakerlaken - Hannes Sprado
- Ein Buch, welches auf einen anderen Planeten spielt - Dawn of War - Kriegstrommeln von G.S. Goto
- Ein Buch mit Zitaten aus einem Song im Titel
- Ein Buch über Halloween oder welches zu Halloween spielt
- Ein Buch mit Charakteren, die Zwillinge sind - Lubetkins Erben - Marina Lewycka

- Ein Buch, welches in einem anderen Buch erwähnt wirdDrachenfels von Jack Yeovil - ein Warhammer Fantasy Buch
- Ein Buch von einem prominenten Buchclub
- Ein Kinderbuchklassiker, welches Du nie gelesen hast
- Ein Buch aus 2018 Feuer und Zorn Michael Wolff
- Ein bisheriger "Goodreads Choice Gewinner"
- Ein Buch, welches in der Dekade spielt, in der Du geboren wurdest
- Ein Buch, welches Du 2017 lesen wolltest, aber nicht zu kamst - Ghostwalker - Jonathan Marberry
- Ein Buch mit einem hässlichen Cover
- Ein Buch, welches einen Buchladen oder eine Bibliothek beinhaltet - Colin Dexter Mord im Oxford Kanal

- Ein Buch nach Deiner Lieblingskategorie aus einer vergangene Reading Challenge


Bücher, die in keine Kategorie passen:
Herrin der Schatten - Karl Edward Wagner
Die Kunst des stilvollen Verarmens- Alexander Graf von Schönburg
QUALITYLAND von Marc Uwe Kling  satirische ,gesellschaftskritische Sci-Fi,  großartig und böse, wirklich Superlative.
Das blutende Land - Klaus N. Frick -  die Düsternis dieses Low-Fantasy Buches geht von den Taten der Menschen nund nur am Rande von dem übernatürlcihen aus. Es war wahrlich kein Stimmungsausfheller, da es gefühlt nur Unsympaten gibt, Alle haben menschliche Beweggründe wie Karrieregeilheit, Wolllust, Aufmerksamkeit anderer und so weiter....
Zaragoz - Brain Craig ein Warhammerroman
Mary Shelley von Barbara Sichtermann Romanbiografie
Dungeonplanet - Tobias O. Meißner -

Wilde Reise durch die Nacht von Walter Moers - lese ich nicht mehr weiter, dass ist zu absurd, abgedreht und unspannend.
« Letzte Änderung: 29. Dezember 2018, 12:04:16 von fnord »
..... und wieder nur ein Gehirn für alle!
Darin liegt Romeros subversives Genie, dem Publikum zu geben, wonach es sich sehnt – und dann noch eine Menge Zeug dazu, was man nie haben wollte.

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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #1 am: 17. Februar 2018, 21:05:28 »
Ghostwalker von John Maberry ein Deadlandsroman. :- Ein mäßiger Roman, der zu lang ist, es gibt Passagen, die in Ordnung sind, aber eben auch welche die  nichtmal gut sind

"Der Lachende Magier- Jack Vance", das erste Buch aus Cugels Irrfahrten von Jack Vance : den Anfang und das Ende fand ich gut, aber die Geschichten in der Mitte wiederholten sich vom Grundkonzept her stark und waren dann eben auch noch fast siebzig Jahre alt. Ich kann sehen, dass es prägende Klassiker sind und das Cugel als Hauptfigur KEIN Held, sondern ein Halunke ist, der über Leichen, viele Leichen geht, um an sein Ziel zu kommen.
Den Schreibstil finde ich eher dokumentarisch und aufzählend, als dass er mich emotional mitnimmt, also außer in den Taten und den Konsequenzen.  Also es passt nicht für mich.


« Letzte Änderung: 31. März 2018, 12:31:56 von fnord »
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #2 am: 11. März 2018, 10:27:26 »
 :o  Feuer und Zorn von Michael Wolff - im Weißen Haus von Donald Trump   :o

Ich habe es gerade halb durch:
Ein Buch wie ein Verkehrsunfall, man kann nicht wegsehen/es weglegen.
Die verstörenste These des Buches oder ist es doch ein Zitat, wie es Wolff versichert: Man habe nur aus versehen, die Wahl gewonnen. Eigentlich war es geplant, zu verlieren um mit der gewohnen Publicity in der Geschäftswelt weiter Gewinn zu machen.

Auch, dass Wesen des Herrn Trump, der mich stark an Azatoth erinnert, ist erschreckend und in der Auswirkung auf seine Berater, die alle versuchen in für ihre politische Richtung vor den Karren zu spannen.

« Letzte Änderung: 09. Mai 2018, 15:57:47 von fnord »
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #3 am: 11. März 2018, 18:28:59 »
Kann man es denn gut "weglesen"?
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #4 am: 12. März 2018, 08:29:07 »
Ich habe es am Freitag gekauft und das Wochenende kaum was anderes getan. Es ist journalistisch geschrieben, also einfach. Kurzum, ja.

Am Sonntag lief noch eine Dokumentation, wie und warum Putin die US-Wahl beeinflusst hat.  In der die selben Journalisten und Funktionäre, wie im Buch auftauchen. Ich bin jetzt ernüchtert bis geängstigt.  :o
   
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #5 am: 19. März 2018, 12:26:53 »
Das Buch Kane: von Karl Edward Wagner

Habe ich gerade mal wieder angefangen, nachdem der System Matters Podcast eine neue Folge über Bücher diesmal über Der Blutstein herausbrachte.
« Letzte Änderung: 31. März 2018, 12:32:55 von fnord »
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #6 am: 29. März 2018, 10:21:44 »
verfressen, sauschnell, unkaputtbar das Phantastische Leben der Kakerlaken - Hannes Sprado

Ein Jounalist recherchiert massentauglich über die Kakerlake. Witzig geschrieben und randvoll mit Anekdoten und belegten Zahlen, wie in jedem Pendlerzug leben mind. 1000 Kakerlaken und in einem Londoner Doppeldeckerbus 500. Kakerlaken können noch ein Weile ohne Kopf weiterleben und verenden, dann aber, weil sie nix mehr essen können. Ein Gehirn hätten sie nicht, sonder sechs Nervenknoten.
MIt 184 Seiten ist es eine gute Für -zwischendurch -Lektüre.
« Letzte Änderung: 31. März 2018, 12:33:16 von fnord »
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #7 am: 31. März 2018, 11:32:16 »
Paradies der Schwerter von Tobias O. Meißner, ich kenne weder Buch noch Autor, aber dieses Feature find ich schon ganz spannend.

Darauf gekommen bin ich durch den Eskapodcast, die ihn in er Folge über Zufall nennen.
In einer undefinierten Welt treten 16 Kämpfer vieler verschiedener Techniken gegeneinander an.
Alle sind Teilnehmer eines Tuniers, deren Verlauf laut einem Interview  ausgewürfelt wurde.
Diese Info hat mich dazu bewogen, das Buch zu kaufen, denn eigentlich reizt mich eine Geschichte, in der sich besagte Menge an KämpFern auf die Mütze hauen, nicht sonderlich.
Aber es war für mich ein echter Pageturner. Meißner stellt in den ersten sechzehn Kapiteln die sechzehn Kämpfer und ihre sehr verschiedenen Motive an einem Leben und Tod-Tunier teilzunehmen vor. Vom Wunsch nach Anerkennung, Ruhmsucht, Geldnot, Todessehnsucht, Urteil nach einer Straftat oder von falschen Freunden übertöpelt worden zu sein.
Die Kämpfe werden ausgelost, die Hintergründe des Veranstalters und die des Turniers beleuchtet. Die Thematik, dass Menschen zur Unterhaltung anderer sterben und die moralische Dilemmata kommen auch vor.

Ich fand es inhaltlich und stilistisch super. Man konnte gut mitfiebern, wer denn nun lebend rauskommt. Die Sprache ist abwechlungsreich.
Dieses Buch ist gnadenlos zu seinen über zwanzig Hauptfiguren.
Ich finde es handwerklich sehr  faszinierend und würde es gerne im Forenlesezirkel besprechen.

Vielleicht ist Meißner  für mich der Einstieg in den modernen Fantasyroman.


« Letzte Änderung: 31. März 2018, 12:34:00 von fnord »
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #8 am: 01. April 2018, 12:30:00 »
Nochmal auf den  Einsatz des Zufalls im Buch hingewiesen
Ich bin immernoch ganz bezuckert von dem Buch. Das der Autor die Kämpfe detailiert auswürfelt hat mich so sehr begeistert, dass ich dass Buch echt gefressen haben. Der Ausgang des Tunier ist somit ungewiss und folgt eben nicht der Dramaturgie, sondern den Würfeln. Die Charaktere sind regeltechnisch ausgearbeitet, also gibt es Wahrscheinlichkeiten, aber keine Figur hat eine Plotrüstung und selbst  Profis stecken ein gegen andere Profis.


Auszug aus dem Interview mit Buchwurm:

_AC:_
Du sagtest, dass das Buch auf dem Zufall basiert. Wie ist das gemeint?

_Meißner:_
Ich habe die sechzehn Protagonisten entworfen, habe ihnen nach Rollenspielregeln bestimmte Körperwerte zugeordnet – also Geschicklichkeit, Attacke- und Paradefähigkeiten, Rüstungen – und habe die Kampfbegegnungen ausgewürfelt. Es war also nicht vorher festgelegt, wer gewinnt. Ich habe auch die Paarungen der Kämpfe nicht festgelegt, das ist sehr wichtig für das Buch. Ich habe sie stattdessen ausgelost und live, während ich die Lose aus dem Holztopf gezogen habe, geschildert, wer gegen wen antritt. _[Achtung: In den nächsten Sätzen werden einige Handlungswendungen verraten! Bitte erst „Das Paradies der Schwerter“ lesen!]_ Das ist fast noch wichtiger als die Kampfwerte, weil es bestimmte Konstellationen gibt, in denen zum Beispiel einer, der mit die besten Werte hat, der
Spoiler
Degenfechter Cyril Brécard DeVlame, schon sehr großes Pech haben musste, gegen einen der beiden Gegner gelost zu werden, die eine dermaßen starke Rüstung tragen, dass er sie mit seinem Degen kaum verwunden kann. Genau das hat aber das Los entschieden. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit hätte DeVlame das ganze Turnier gewinnen können, das Los hat aber entschieden, dass er Pech hat und gleich in der ersten Runde ausscheidet. Ich war sehr begeistert darüber, wie die Lose mitgespielt haben, und dass sie mir auch einige zu klischeehafte Situationen erspart haben – zum Beispiel, dass die beiden Brüder gegeneinander antreten. _[Entwarnung!]_
Ich habe oft das Gefühl gehabt, dass der Zufall ein besserer Autor ist als ich. Es war spannend, damit umzugehen und den Zufall ins Schreiben einzubinden. Oder auch Situationen umzubiegen, die zunächst sinnlos erscheinen. Die Sinnlosigkeit hat auch viel mit dem wirklichen Leben zu tun. Es endet eine Spannungskurve, die man aufgebaut hat, plötzlich ganz abrupt, wie im wirklichen Leben.

_AC:_
Gab es eine Situation, in der du versucht warst zu mogeln?

_Meißner:_
Glücklicherweise überhaupt nicht. Ich hätte auch auf keinen Fall gemogelt. Ich hatte auch meine Freunde aus dem |Deadline Project| als Kontrollinstanz, die auch alle Rollenspieler sind. Der Produktionsprozess war ganz offen, ich habe ihnen meine Würfeltabellen mitgegeben. Es gab ein paar Situationen, von denen ich gehofft habe, dass sie nicht passieren, hätte sie aber als Herausforderung an den Autor begriffen.

_AC:_
Die Kapitel des Buches, insbesondere die Kämpfe, sind unterschiedlich lang. Liegt es daran, dass du an einigen besonderen Spaß hattest?

_Meißner:_
Es hängt direkt mit dem Würfeln zusammen, dass einige Kämpfe schon sehr schnell vorbei waren. Andere Kämpfe zogen sich über mehrere Seiten als Würfel-Zahlentabellen hin, weil beide Kontrahenten jede Attacke des Gegners parierten. Dadurch wird das Kapitel automatisch sehr viel länger. Aber ich habe mir auch die Freiheit genommen, mich vom ganz konkreten Kampfgeschehen zu lösen. Bei der Auslosung habe ich gleichzeitig geschrieben, bei den Kämpfen habe ich nicht während des Würfelns geschrieben. Ich habe also nicht jede einzelne Attacke, die ausgewürfelt war, genau eins zu eins wiedergegeben, sondern habe mir den Kampf erst einmal ganz angeschaut und habe mir dann überlegt, was die Essenz des Kampfes ist. Oftmals habe ich dann auch bereits im ersten Satz der Schilderung eines Kampfes auf die Essenz hingearbeitet. Wenn ich weiß, wer am Ende stirbt, dann habe ich den Kenntnisstand, dass ich diese Figur tatsächlich zum letzten Mal beschreibe und ich hinterher nichts bedauern muss.

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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #9 am: 28. April 2018, 09:30:03 »
Kane - Herrin der Schatten  von Karl Edward Wagner
Im Ganzen sehr gut. Stellenweise ist es hervorragend und atmosphärisch dicht, sehr finster.  Aber kurz vorm Ende wird es ..... gewöhnlich. Das Ende wird wieder interessant.
In diesem Buch ist Kane der Protagonist.  Ein Böser unter noch böseren oder nicht so guten Gegnern. Schwierig seine Sympathien zu verteilen....
« Letzte Änderung: 04. Mai 2018, 08:52:39 von fnord »
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #10 am: 04. Mai 2018, 09:00:56 »
S.N.A.F.U.- Best of Military Horror - eine Kurzgeschichten Sammlung

Von diversen Autoren werden Kampfgruppen vom Wikingern, Kreuzfahrern, Marines und Söldnern in Situationen mit mysteriösen und übernatürlichen Gegner geschickt.
Also wenn das "The Best of ..." war hat das Genre leider nicht viel zu bieten. Ein paar gute , ein paar schlechte und ein paar nichtssagende Geschichten, die sich trotz der verschiedenen Zeiträume in der Struktur stark ähnelten.  Als "Äkschon"-Filme wären sie alle je nach handwerklicher Ausführung gut, aber in Buchform...
Naja, haben wir das Thema auch durch.
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #11 am: 19. Mai 2018, 20:08:04 »
Dierk Gewesen und die Glorreichen Sechs von Christian Gailus

Zitat:Ein Buch wie ein Gott: planlos und durchgeknallt!
Leute! Wenn lhr meint, lhr wart schon überall, habt alles gesehen und nichts kann Euch mehr vom Hocker hauen – dann liegt das vielleicht daran, dass lhr immer zur falschen Zeit am falschen Ort seid. Und daran, dass lhr mich nicht kennt. Mein Name ist Gewesen, Dierk Gewesen.

Ich finde es ist ein Buch wie ein ZAZ Film, also die nackte Kanone oder die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug, nur als Buch. Die Handlungs und die Figuren sind absurd, es hat eine hohe Quote von Gags per Minute, ooder eher Gags per Seite, von der einige gut und einige schlecht sind.

Dierk Gewesen ist ein Kommissar der Hamburger Polizei: Sonderabteilung für besonders sonderbare Verbrechen und wird gleich nach dem Intro mit einem von Feen entführten Frachter, der bei seiner Rettungsaktion viel Kollateralschaden anrichtet, suspendiert um in seiner Freizeit den wahnsinnigen Maskierten zu Jagen, der seine Ex-Frau entführt hat und die Weltherrschaft anstrebt.
Alles mit klischeebelanden und überzogenen Figuren gespickt. Fertig.

Ich will nicht sagen, das es richtig gut war, aber sehr unterhaltsam und wenn man seine Action in Parodie mag, ist es genau das richtige ..
« Letzte Änderung: 22. Mai 2018, 15:14:57 von fnord »
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #12 am: 23. Mai 2018, 08:08:53 »
Mordsache Ulsnis - Hanna Dunkel

Eine Roman, der auf einem Vierfachmord von 1922  30 Kilometer entfernt meiner Kindheitsstätte basiert. Der Fall selber ist nicht so doll, aber eben realistisch.  Interessant ist, dass die Autorin Gerichtakten, Zeitungsartikel und  Briefe der Beteiligten in das Buch eingebaut hat.
Da es im klassischen CoC Zeitraum spielt /stattgefunden hat, liest es sich als Beilektüre  für den Spielleiter ganz nützlich, es behandelt Sitte, Gesellschaft, Ermittlungs- und Gerichtverfahren, sowie die Motive und Denkweise der damaligen Menschen.   
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #13 am: 27. Mai 2018, 17:48:47 »
Die Kunst des stilvollen Verarmens- Alexander Graf von Schönburg

Alexander Graf von Schönburg gehört einer Adelsfamilie an, die seit 500 Jahren an Besitz, Einfluss und Macht verliert. Aus diesem Grund ist er "qualifiziert" einen Lebensratgeber / eine Verteidigung der Lebenskunst gegen den Konsumwahn zu schreiben.
« Letzte Änderung: 29. Mai 2018, 09:33:54 von fnord »
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Re: Leseherausforderung 2018 - Fnord
« Antwort #14 am: 09. Juni 2018, 20:08:57 »
Operation Thule von Peter Hohmann

Was es ungewöhnlich und manchmal auch unbequem im Lesen macht, alle Figuren sind Deutsche im zweiten Weltkrieg. SS-Offiziere, Gebirgsjäger und deutsche Wissenschaftler werden auf die Mission geschickt und sind wahrscheinlich, die Guten und Bösen in einer Gruppe.
Das ist auf jeden Fall eine ungewöhnliche Herangehensweise und für mich erstmal sperrig.
Die ersten Kapitel stellen die Figuren vor, von denen ich ausgehen, dass es die Hauptfiguren werden. Die Guten und die Bösen, und ihre jeweiligen Makel, guten Seiten und inneren Dämonen. Dazu kommen die Konkurrenten der Protagonisten innerhalb der Missionsgruppe.

Der Klischeenaziwissenschaftler hat einen Auftritt im ersten Kapitel, ein Artefakt wird geraubt und die SS forscht nach den übernatürlichen Waffen...., aber der Gute ist gar nicht Dr. Jones, sondern einer von der Wehrmacht   .... Sie kommen gerade von Partisanenkrieg aus Griechenland. Mal ein Brett.

Nach einer langen Odysee durch Finnland ändert es seine Art der Geschichte von einer Abenteuergeschichte / Schatzsuche/Kriegsgeschichte in etwas Übernatürliches und neue Figuren kommen hinzu. Für mich baut das jetzt ab. Der Spannungsabbruch und das "Erklären" des Mysterium bergen ja häufig dies Gefahr in Geschichten. Die Qualität nimmt nicht ab, aber mir gefällt die Richtung der Geschichte gerade nicht.
Keine Zombies, irgendwie hatte sich bei mir festgesetzt, dass es darum ging. Aber nein.
Der zweite Teil, also wenn es übernatürlich wird, man also die Waffen fast gefunden hat, ist nicht mehr so gut, aber auch nicht so schlimm wie befürchtet.

Also insgesamt ganz ordentlich und lesenswert, aber der Schluss schlägt einen unerwarteten Weg ein, der mir nicht so zusagte.
« Letzte Änderung: 19. Juni 2018, 13:59:48 von fnord »
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