Autor Thema: [Chaosium] Pulp Cthulhu  (Gelesen 250 mal)

Argamae

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[Chaosium] Pulp Cthulhu
« am: 22. Februar 2017, 17:41:41 »


Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht?!  :o
« Letzte Änderung: 11. August 2017, 20:42:56 von Argamae »
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Re: Pulp Cthulhu
« Antwort #1 am: 22. Februar 2017, 23:52:59 »
Cover schon beim Sphärenmeister gesehen und neugierig geworden.

Insofern schließe ich mich Deinem Wunsch an.

Edit:

Macht was her ...

Und auf Gplus findet man hier eine Beschreibung.

"Ein bisschen was zu Pulp-Cthulhu:

Es stehen 22 Archetypen wie z.B. Adventurer, Femme Fatale oder Scholar zur Verfügung, die jeweils ein Primärattribut und eine Reihe typischer Fertigkeiten definieren. Das Primärattribut wird mit 1W6+13 statt (3W6 bzw. 2W6+6) bestimmt, damit da auch garantiert nix anbrennt und auf die ca. 10 typischen Fertigkeiten verteilt man 100 Punkte. Wenn man will kann man sich also Indiana Jones mit DEX 19 und Fighting +100 bauen. Erst dann sucht man sich Beruf und weitere Fertigkeiten aus und macht wie gewohnt weiter. Verdopple aber die Lebenspunkte!

Pulp-Charaktere haben zwei besondere Talente, von denen es 40 zum Auswürfeln (oder Aussuchen) gibt. Das sind so Dinge wie dreifache Heilungsrate, kann 5 Schadenspunkte wegstecken, lernt Zauber in halber Zeit, Waffe macht doppelten Schaden oder hat immer das was er braucht dabei. Gefällt mir.

Glück (ausgewürfelt als 2W6+6 x 5) ist eine Ressource, mit der man einige dieser Talente aktivieren kann (Heilung geht z.B. immer, aber doppelter Schaden kostet 10 Glück).

Mit Glück kann man Proben anpassen (lieber 31 statt 37 würfeln, einfach 6 Glück ausgeben), kaputte Waffen vermeiden (10 Glück), geistige Stabilität behalten (doppelte Menge Glück), nicht ohnmächtig werden (1 Glück, danach 2, dann 4, ...), 1W6 Notfalllebenspunkte bekommen (30 Glück - mir gefällt das Wort Notfalllebenspunkte), einfach noch nicht sterben (alles Glück, aber mindestens 30).

Zu Spielbeginn macht jeder einen Glückswurf und wenn dieser misslingt, erhält er 2W10+10 Glück. Gelingt er, gibt's nur die Hälfte.

Wer findet, dass sein Held zu pulping (oder nicht pulpig genug) geworden ist, kann ein Talent weglassen (oder eines hinzufügen) oder (was ich ja finde) die Lebenspunkte wieder auf das normale Maß setzen. Wer braucht 25 LP?

Das es eine Mook-Regel gibt, verschweige ich, weil ich sowas doof finde. Ich HASSE dieses Klischee das Charaktere auf einmal gegen Dutzende namenloser Standleute gewinnen können müssen, um keine Minderwertigkeitskomplexe zu entwickeln.

Auch die Idee, dass Charaktere nicht sterben, sondern nur bewusstlos werden, (und auch nie schwer verwundet sind) ist für Weichlinge. Ich will Helden, die auch verwundet nicht aufgeben, aber so ganz ohne Wunden? Langweilig. Das man +2 LP statt +1 LP pro Tag zurück bekommt, damit kann ich leben.

Um geistige Stabilität zurück zu bekommen gibt es eine Idee ähnlich wie bei Trail of Cthulhu mit den "Sources" und "Pillars". Der Held oder die Heldin muss mit einem "Backstory Element" Zeit verbringen. Das hätte man vorher bestimmen sollen, hatte ich der Kürze zu Liebe aber weggelassen.

Und nein, Regeln für "dual wielding" will ich auch keine. Und ich hasse auch die Idee, ein Schwert, nein, einfach jede Waffe, auf dem Rücken tragen zu wollen – nur so für's Protokoll. Hat hiermit überhaupt nichts zu tun.

Die Kapitel zu Pulp Sanity und Pulp Magic habe ich noch nicht durchgeblättert. Ich muss aber sagen, das Buch, das ich ja schon fast ein Jahr habe, gefällt mir – zudem ist es netter layoutet als CoC 7 selbst."
« Letzte Änderung: 23. Februar 2017, 01:05:08 von Greifenklaue »
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Re: Pulp Cthulhu
« Antwort #2 am: 23. Februar 2017, 06:21:52 »
Also, wenn ich two-fistet Actionheros spielen will, lege ich mich nicht mit cthulhu an. Es gibt ja genug andere Systeme,  die den Genre und die zeit abdecken und deren Regeln auch mehr als actionsystem dienen.
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Re: Pulp Cthulhu
« Antwort #3 am: 23. Februar 2017, 11:31:42 »
Gab ja schon einige Pulp Cthulhu-Entwürfe vorher. Und bei Achtung Cthulhu würde ich dringend empfehlen, einige der hier verwendeten regeln zu verwenden, wenn der D-day nicht an einer deutschen Schäferhundpatroille enden soll ... {oder man SaWo oder Fate benutzt}.

Mir gefällt:

- zwei individuelle Talente {zum Auswürfeln}. Find ich ein gutes Konzept. Bringt ein wenig Streuung und Individualität durch Exklusivität.

- Glück als aktive Ressource. Find ich gut. Mir ging es bei Chtulhu Prä-7 immer so, dass ich gern mal einen Wurf gepusht hätte, dass hiermit zu machen, ist ne gute Sache. Andere Verwendungen passen nicht zum klassischen CoC, aber zu Pulp.

Mir gefällt nicht:

- Kein Tod. Kann man machen, passt zum Genre, ich brauch das aber, wenn auch gern mit herabgesetzter Wahrscheinlichkeit.

Also, wenn ich two-fistet Actionheros spielen will, lege ich mich nicht mit cthulhu an. Es gibt ja genug andere Systeme,  die den Genre und die zeit abdecken und deren Regeln auch mehr als actionsystem dienen.

Ansonsten find ich es durchaus richtig, dass ein Verlag sein System modifiziert, um damit was spielen zu können. was man publiziert. System matters - eben auch bei Cthulhu.

Schlecht finde ich da eher sowas wie Achtung Cthulhu oder Engel, wo zwei Regelsysteme angeboten werden, man aber in beiden ein völlig anderes Spielerlebnis nicht nur durchs System, sondern auch Kompetenzen und Möglichkeiten hat.
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Re: Pulp Cthulhu
« Antwort #4 am: 23. Februar 2017, 11:48:56 »
Ich finde, das der Hintergrund "Cthulhu-Mythos" eine Chancenlosigkeit, Ohnmacht und ein geringes Powerlevel bedeutet. Die würde ich halt ungerne im Action-Pulpstyle spielen, ginge ja auch gar nicht. Da bin ich vielleicht zu eingefleischter CoC-Fan.

Wenn mit dem BRP-System Werwölfe, Agenten, Mumien, Kultisten und Weltuntergangsmaschinen im Action-Pulpstyle bekämpft werden, find ich das in Ordnung. Aber der klassische Pulphero dominiert die Situation und der klassische Cthulhu-Ermittler stirbt, wird wahnsinnig oder übersteht die Geschichte knapp. Das lässt sich nicht vereinbaren.

 
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Re: Pulp Cthulhu
« Antwort #5 am: 23. Februar 2017, 11:54:48 »
Ich finde, das der Hintergrund "Cthulhu-Mythos" eine Chancenlosigkeit, Ohnmacht und ein geringes Powerlevel bedeutet. Die würde ich halt ungerne im Action-Pulpstyle spielen, ginge ja auch gar nicht. Da bin ich vielleicht zu eingefleischter CoC-Fan.
Ja, deswegen nennt man es dann halt Pulp Cthulhu statt Cthulhu. Grundsätzlich zeigt ja das Gumshoe-System mit Trail of Cthulhu wie man sich auf den investigativen Aspekt konzentrieren kann, da wäre ich gespannt, wie mir das gefällt.

Zitat
Wenn mit dem BRP-System Werwölfe, Agenten, Mumien, Kultisten und Weltuntergangsmaschinen im Action-Pulpstyle bekämpft werden, find ich das in Ordnung. Aber der klassische Pulphero dominiert die Situation und der klassische Cthulhu-Ermittler stirbt, wird wahnsinnig oder übersteht die Geschichte knapp. Das lässt sich nicht vereinbaren.
Naja, offenbar gibt es Leute, die das für vereinbar halten ... Ich denke nur an dieses Cthulhu-Mech-Spiel. Eine Idee wird eben oft aufgebrochen und weiterentwickelt. Das muss einem nicht zwingend gefallen, aber es kann eben auch was dabei rauskommen, was vielen {ggf. anderen} gefällt ...

 
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Re: Pulp Cthulhu
« Antwort #6 am: 23. Februar 2017, 12:19:14 »
Eine Idee wird eben oft aufgebrochen und weiterentwickelt. Das muss einem nicht zwingend gefallen, aber es kann eben auch was dabei rauskommen, was vielen {ggf. anderen} gefällt ...

NEIN, das ist UNVORSTELLBAR !
und
MORALISCH verwerflich >:(

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Re: Pulp Cthulhu
« Antwort #7 am: 23. Februar 2017, 12:22:45 »
Mir gefällt der Aspekt, ich habe ja auch schon ein BRP-Supplement namens "Astounding Adventures" in meinem Blog rezensiert, wo einige Konzepte bereits auftauchen, die nun in PULP CTHULHU eingeflossen sind.

Wenngleich mir zwar die vielen Merchandise-Produkte von Cthulhu (und seit der Mythos frei verwendet werden darf, findet man ja wirklich ALLES dazu) mißfallen, denke ich, daß eine Pulp-Aufarbeitung wirklich witzig sein könnte. Warum auch nicht? Die 20er und 30er Jahre SIND ja die große Ära der ersten Groschenromane, viele heute bekannte (Super)Helden haben dort ihren Ursprung. Warum also nicht den Charakteren etwas mehr Dampf geben? Ich bezweifle, daß die Ermittler in PULP CTHULHU die großen Alten im Dutzend wegballern. Aber sie können es als überlebensgroße Helden endlich mal mit formidablem Widerstand aufnehmen, ohne unmittelbar körperlich oder seelisch zu zerbrechen.

Besonders deshalb finde ich es gut, weil sich die "klassische" Lovecraft-Geschichte - so sehr ich sie liebe - doch nie gut als Gruppenabenteuer für ein Rollenspiel geeignet hat. Der Held am Ende in den Wahnsinn oder Freitod getrieben? Nicht sehr befriedigend aus Spielersicht. Und während der Spielstil amerikanischer CoC-Spieler sicherlich deutlich actiongeladener war (ein Blick auf viele amerikanische Abenteuer für das System macht das deutlich), hat man in der deutschen Cthulhu-Redaktion doch meist auf investigative, historisch-verwobene Stimmungsabenteuer gesetzt. Vielleicht ist das auch der Grund, warum man über ein PULP CTHULHU hierzulande die Nase rümpft.
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Re: Pulp Cthulhu
« Antwort #8 am: 23. Februar 2017, 12:46:24 »
Eine Idee wird eben oft aufgebrochen und weiterentwickelt. Das muss einem nicht zwingend gefallen, aber es kann eben auch was dabei rauskommen, was vielen {ggf. anderen} gefällt ...

NEIN, das ist UNVORSTELLBAR !
und
MORALISCH verwerflich >:(

90 Prozent der hier im Forum sind solch aufgebrochene Ideen. Und das ist konservativ geschätzt.

Mir fällt da noch Hexer von Salem ein - wie hat das "funktioniert"? Man verdreifacht die Lebenspunkte, feddig. Das funktioniert natürlich wenig, weil es das Spielgefühl wenig ändert.

Zudem gibt es ja schon hauseigene Kampagnen {von Pegasus}, wo man nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit kaum das Intro überlebt. Da soll man doch lieber gleich Pulp Cthulhu nehmen und kann gleich noch die langweiligen Inhalte {z.B. Berge des Wahnsinns - wo man eine lange englischspr. Kampagne um unnötige und langweilige Aspekte aufplustert ... und das sag nicht ich, das sagen an sich begeisterte Cthulhu-SL in der System matters-Reihe zu den Bergen. Und da ich es selbst habe: Wie man es schaft eine außerirdische Stadt so langweilig beschreiben kann und suf einen Haufen leerer Gebäude und nutzloser Rampen reduzieren kann, mein hoher Respekt} streichen. Was freue ich mich auf Assault on the Mountains of Madness.



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Re: Pulp Cthulhu
« Antwort #9 am: 10. August 2017, 18:36:37 »
Also, ich lege mir PULP CTHULHU demnächst zu. Man benötigt kein anderes "Actionsystem", um Pulp zu spielen - das geht auch mit dem BRP ganz hervorragend. Die dazu erscheinende oder schon erschienene Kampagne "Two-headed Serpent" klingt ebenfalls ganz gut (und ich liiiiebe das Cover!). Frage mich auch, wie gut sich die Goodman'sche CoC-Abenteuerreihe "Age of Cthulhu" dazu eignet, mit PULP CTHULHU gespielt zu werden... mit denen habe ich gar keine Erfahrung.


Quelle: www.MagicMadHouse.co.uk

« Letzte Änderung: 10. August 2017, 18:40:22 von Argamae »
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